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"Torobokun": Japanischer Roboter so schlau wie Universitätsanwärter

Der Roboter "Torobokun" schafft dank künstlicher Intelligenz mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Aufnahmeprüfungen von einem Großteil der privaten und staatlichen Universitäten in Japan. Im Fach Englisch schneidet er sogar besser als der Durchschnitt ab.

02.11.2014, 09:01 Uhr (Quelle: DPA)
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Japanische Forscher lassen einen mit Künstlicher Intelligenz ausgerüsteten Roboter für die Aufnahmeprüfung der härtesten Elite-Universität des Landes "büffeln". Bei einer Probeprüfung hat "Torobokun", wie der Forschungscomputer genannt wird, bereits eine so gute Leistung erreicht, dass er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Aufnahmeprüfungen von 80 Prozent der privaten Universitäten sowie von vier staatlichen Universitäten Japans bestehen würde.

In Englisch sogar besser als Universitätsanwärter

Im Fach Englisch habe er die Durchschnittsleistung von menschlichen Universitätsanwärtern gar übertroffen, teilte eine Sprecherin des National Institute of Informatics am Freitag mit. Ziel sei es, dass "Torobokun" im Jahr 2021 die schwierigste Aufnahmeprüfung besteht: die der staatlichen Universität Todai, der Elite-Universität Japans.

Bei dem Projekt handelt es sich um die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI). Einer der neuesten Roboter, in dem KI-Technologie zum Einsatz kommt, ist der humanoide Roboter "Pepper" des japanischen Telekommunikationskonzerns Softbank. Der 121 Zentimeter große und 28 Kilogramm schwere Roboter, der im Februar 2015 auf den Markt kommt, kann Stimmlagen, Gesichtsausdrücke und Gesten erkennen und soll Emotionen deuten.

"Was wir anstreben, ist ein Roboter mit Persönlichkeit, der auf eigenen Willen hin zum Glück einer Familie beitragen kann", sagte Softbank-Chef Masayoshi Son.

(Marcel Petritz)

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