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TomTom: Navi-Neuling "Go Live 1000" im Sommer

Mit dem "Go Live 1000" will der niederländische Navigationsexperte TomTom neue Maßstäbe setzen. Mit an Bord sind Live-Dienste über Mobilfunk, die Unterstützung von Apps sowie eine völlig neue Bedienoberfläche für den kapazitiven Touchscreen.

04.05.2010, 20:01 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Herkömmliche Navigationsgeräte können Staus erst dann anzeigen, wenn diese über den Verkehrskanal TMC gemeldet werden. Einen Ausweg bieten Modelle, die ihre Informationen in Echtzeit über Mobilfunk erhalten. Ein Gerät dieser Art ist das am Mittwoch vorgestellte TomTom Go Live 1000. Der jüngste Navigationshelfer der Niederländer soll im Sommer auf den Markt kommen und lockt mit kapazitivem Touchscreen-Display sowie Inklusiv-Jahresabo für die TomTom Live Services.

Verbesserte Bedienoberfläche & Apps

Eine neu entwickelte Oberfläche soll die Bedienung trotz großem Funktionsumfang stark vereinfachen. Für optische Akzente sorgt laut TomTom ein neues hochauflösendes Display. Weiteres Highlight ist die mögliche Integration von externen Applikationen, die per Kabel oder Mobilfunknetz heruntergeladen und installiert werden können. Die entsprechenden Dienste werden in 33 europäischen Ländern über eine Kooperation mit Vodafone realisiert.

Das Dienste-Paket des Go Live 1000 umfasst ab Werk die Stauprognose-Funktion HD Traffic, dynamische Sicherheitswarnungen sowie eine lokale Suche in 16 Ländern. "Dank unserer Technologie kennen wir die Straße, die vor uns liegt und wissen, was uns während der Fahrt auf dieser erwartet. Mit dem Go Live 1000 werden unsere Kunden einfacher, sicherer und schneller an ihr Ziel gelangen als jemals zuvor", verspricht TomTom-Managerin Corinne Vigreux.

Neue Maßstäbe in der Routenberechnung

Auch in der Routenberechnung sollen durch eine verstärkte Nutzung von Echtzeit-Informationen neue Maßstäbe gesetzt werden. Das mitgelieferte Kartenmaterial wurde um zwei Millionen Straßenkilometer erweitert und soll genaue Adressen in 45 europäischen Ländern beinhalten. Ein Parkassistent informiert automatisch über die nächsten Parkmöglichkeiten. Nach Angaben von TomTom wurde zudem ein neuer Algorithmus entwickelt, der permanent das Straßennetz nach der aktuell schnellsten Route durchsucht und auf die TomTom-Features HD Traffic sowie IQ Routes zurückgreift.

Während HD Traffic die aktuellen Positions- und Bewegungsdaten von Mobiltelefonen analysiert, nutzt IQ Routes die statistisch erfassten Reisezeiten anderer Autofahrer mit TomTom-Navigation für das Umfahren chronisch überlasteter Streckenabschnitte. Laut Hersteller werden so rein rechnerisch in 35 Prozent aller Fälle schnellere Routen berechnet, als bei der Konkurrenz. Was das kleine Technik-Wunder kosten soll, lässt sich hingegen noch nicht in Zahlen ausdrücken. TomTom machte hierzu keine Angaben. Auch zur Akku-Leistung hielten sich die Niederländer bedeckt.

(Christian Wolf)

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