Dating-Apps

Tinder, Lovoo und Co: Kaspersky warnt vor Sicherheitslücken

Flirt-Apps wie Tinder und Lovoo können Spaß machen - bergen aber auch Risiken. Einige Dinge sollte Mann und Frau also beachten.

Handy© matusciac / Fotolia.com

Moskau/lngolstadt – Kaspersky warnt vor der Nutzung von Dating-Apps wie Tinder. Das Unternehmen hat neun beliebte Dating-Apps auf Sicherheits- und Datenschutz-Schwachstellen überprüft. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Flirten über Dating-Apps ist nicht anonym

So lassen sich über Dating-Apps mit einfachen Mitteln die hinter einem Account stehende reale Person entlarven. Zudem kann auch der Standort von Nutzern problemlos lokalisiert werden, auch die verschlüsselte Kommunikation kann abgefangen werden.

Zahlreiche Schwachstellen

Folgende Schwachstellen hat das IT-Sicherheitsunternehmen festgestellt:

  • Bei 60 Prozent der Tinder-Nutzer konnten der vollständige Namen sowie weitere Konten in Sozialen Netzwerken nachvollzogen werden.
  • Sechs der untersuchten Apps boten Dritten die Möglichkeit, den Standort der Nutzer zu bestimmen.
  • Bei fünf Apps lassen sich Daten auch innerhalb der verschlüsselten Verbindung abfangen – sie sind also anfällig für Spionage oder Manipulation der Kommunikation (Man-in-the-Middle-Attacken);
  • Bei acht Apps war es möglich, Token-basierte Authentifizierungsmethoden zu umgehen – der Grund: mithilfe von Superuser-Rechten werden von den Apps zu viele Informationen zur Verfügung gestellt.

Vorsicht bei persönlichen Informationen

"Unsere Analyse zeigt, dass sich Nutzer von Dating-Apps um Cybersicherheit kümmern sollten, da viele dieser Dienste nicht gegen verschiedene Arten von Angriffen geschützt sind", sagt Roman Unuchek, Sicherheitsexperte bei Kaspersky Lab.

"Auch bringen sich die Nutzer selbst in Gefahr, indem sie sensible persönliche Informationen in ihren Profilen, wie zum Beispiel ihren Ausbildungs- oder Arbeitsort, weitergeben. Mit diesen Informationen können Eindringlinge die tatsächlichen Konten von Opfern auf Facebook oder LinkedIn leicht finden. Es eröffnet auch Möglichkeiten zum Stalking – um Nutzer zu belästigen und ihre Bewegungen im wirklichen Leben zu verfolgen. Daher sollte auch beim Online-Dating auf Privatsphäre, Sicherheit und Datenschutz geachtet werden."

Schutzmaßnahmen: Öffentliches WLAN meiden, VPN nutzen

  • Unzureichend geschützte öffentliche WLAN-Netze meiden
  • Über eine VPN-Verbindung eine sichere Verbindung herstellen
  • Keine sensiblen Informationen wie Ausbildung oder Arbeitsplatz teilen

Marcel Petritz

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