News

Tierquäler-Video sorgt für Wut im Netz - Hund in Sicherheit

Ein Internetvideo zeigt einen kleinen Hund, der geschlagen wird. Die Polizei rettet den Welpen und geht gegen den Besitzer vor. Bei entrüsteten Tierschützern schlägt der Fall zeitweise gefährlich hohe Wellen.

09.03.2014, 18:01 Uhr (Quelle: DPA)
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Nach großer Aufregung im Internet über die Misshandlung eines Hundewelpen hat die Polizei das Tier gerettet und bei einer anderen Familie untergebracht. Gegen den Hundebesitzer aus Betzdorf an der Sieg (Rheinland-Pfalz) seien die nötigen strafrechtlichen Schritte eingeleitet worden, berichtete die Polizei am Samstag. Der Fall werde schnellstmöglich an die Staatsanwaltschaft gegeben. Ein Video im Internet zeigt den 20-Jährigen, der seinen zehn Wochen alten Hund mit Schlägen traktiert. Es war auf YouTube und Facebook zu sehen und löste einen Sturm der Entrüstung aus.

"Das Telefon steht nicht still"

Die Polizei in Betzdorf bekam wegen des Falls viele Anrufe - aus ganz Deutschland. "Das Telefon steht nicht still", sagte ein Polizist am Samstag. Seither habe sich die Lage aber wieder etwas beruhigt, so ein Polizeisprecher am Sonntag. Weitere polizeiliche Maßnahmen seien derzeit nicht nötig. Die Behörden hatten dem Tierquäler bereits ein Verbot für die Tierhaltung ausgesprochen.

Der Mann hatte das Video nach Angaben der Polizei vor einigen Wochen an seine Ex-Freundin geschickt, die ihn am 17. Februar anzeigte. Die Polizei mahnte die aufgebrachten Tierfreunde angesichts massiver Reaktionen im Internet zu besonnenem Verhalten. Im Raum Betzdorf gebe es mehrere Menschen, die den Namen des 20-Jährigen trügen. Sie hätten mit dem Vorfall nichts zu tun. Nach Ansicht der Polizei gehen manche Reaktionen im Internet zu weit - sie müssten ebenfalls strafrechtlich bewertet werden.

(Christian Wolf)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang