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Terrorserver in Köln/Hürth

Erneut ist anscheinend IT-Profis das Eindringen in streng geschützte Server von Terrororganisationen gelungen. Koordiniert wurden dort unter anderem Selbstmordrekruten.

26.06.2006, 08:04 Uhr
Internet© arquiplay77 / Fotolia.com

IT-Profis der Firma PAN AMP AG aus Hamburg sind anscheinend erneut erfolgreich gewesen im Kampf gegen den islamistischen Terror im digitalen Raum. Sie haben zwei Server in Köln und Amsterdam infiltriert und so bereits zum wiederholten Male die Logistik verschiedener Terrorgruppen gestört.
Auf der Suche nach Selbstmordkandidatinnen
Der Server in Amsterdam zeigte nach Information von PAN AMP einen logistischen Schwerpunkt auf, der Server in Köln bzw. Hürth war für die Gewinnung und Koordinierung von menschlichem Nachwuchs zuständig. Gezielt wurde so nach muslimischen Konvertitinnen für den heiligen Krieg gesucht. Vor drei Wochen sorgte ein Bericht von Spiegel Online über die Rekrutierung dieser Glaubensgruppe deutschlandweit für Wirbel.
Gut besucht
Die Logs zeigen, dass vor allem Surfer aus Deutschland auf den Server in Amsterdam zugegriffen haben, gefolgt von spanischen, englischen, französischen und niederländischen Usern. Insgesamt wurden Protokolle über Zugriffe aus 17 Ländern gefunden. Zu den genauen Zugriffszahlen sagte PAN AMP nichts. Durch die technische Analyse der Serverdaten gelang PAN AMP nach eigener Auskunft die Erstellung eines Musters. Nach diesem Schema kann die Suche nach weiteren Servern fortgesetzt werden. Dies sei auch dringend erforderlich, so Vorstand Bert Weingarten, denn der Jihad sei im Internet weiter auf dem Vormarsch.
Insgesamt fand PAN AMP bisher drei Server in Deutschland und weitere Server in Dänemark, Belgien, den Niederlanden und Kanada. Dabei kooperiert PAN AMP mit staatlichen Stellen und übergab dazu die angefertigten Analysen.

(Stephan Humer)

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