Ausbaupläne

Telekom will vor allem in den USA investieren

Die Deutsche Telekom will mehr Geld in den Netzausbau stecken und das vor allem in den USA. Das dortige Mobilfunkgeschäft trägt inzwischen 40 Prozent zum operativen Ergebnis bei. Außerhalb der USA sollen die Investitionen leicht zurückgehen.

Telekom Netzausbau Tiefbauarbeiten© Deutsche Telekom AG

Bonn - Die Deutsche Telekom will im Jahr der geplanten Versteigerung erster Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G konzernweit mehr Geld in den Netzausbau stecken. In die Breitbandnetze im Boden und ins Mobilfunknetz sollen dieses Jahr rund 12,7 Milliarden Euro investiert werden, wie ein Sprecher des Dax-Unternehmens am Donnerstag in Bonn sagte. Im Vorjahr waren es auf vergleichbarer Basis 12,2 Milliarden. Allerdings entfallen die Mehrinvestitionen vor allem auf die USA. Außerhalb des US-Geschäfts peilt der Konzern Investitionen von 7,9 Milliarden Euro an und damit etwas weniger als 2018.

In den USA läuft es gut für die Telekom

Vor der geplanten Milliardenübernahme in den USA profitierte die Deutsche Telekom kräftig vom Aufschwung der US-Tochter. Konzernweit kletterte das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis 2018 im Jahresvergleich um 5 Prozent auf 23,3 Milliarden Euro, wie der Bonner Dax-Konzern weiter mitteilte. Die US-Mobilfunksparte trägt mittlerweile mehr als 40 Prozent zum operativen Ergebnis bei und war maßgeblich für den Anstieg verantwortlich.

Umsatz wächst, netto stehen rote Zahlen

Unter dem Strich ging das Nettoergebnis allerdings um über ein Drittel auf 2,2 Milliarden Euro zurück. Im vierten Quartal rutschte die Telekom vor allem wegen Abschreibungen auf das Europageschäft in die roten Zahlen. Vor einem Jahr hatte zudem ein milliardenschwerer Sonderertrag aus der US-Steuerreform positiv zu Buche geschlagen. Die Dividende soll jedoch wie erwartet um 5 Cent je Aktie auf 70 Cent steigen. Der Umsatz wuchs um 0,9 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro.

Melanie Zecher / Quelle: DPA

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