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Telekom will Teile von T-Systems verkaufen

Die Überlegungen sehen dem Vernehmen nach vor, sich von den Bereichen zu trennen, die nicht unmittelbar in den Bereich der Telekommunikation fallen.

16.11.2006, 21:20 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom will sich laut einem Pressebericht von Teilen ihrer Tochterfirma T-Systems trennen. Dies sähen die Pläne des neuen Vorstandsvorsitzenden René Obermann vor, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagsausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise. Obermann werde dabei von den Haupteigentümern, dem Bund und dem US-Finanzinvestor Blackstone, unterstützt. Ein Unternehmenssprecher erklärte, die Telekom nehme zu solchen Spekulationen keine Stellung.
Die Überlegungen sehen dem Vernehmen nach vor, sich von den Bereichen bei T-Systems zu trennen, die nicht unmittelbar in den Bereich der Telekommunikation fallen. Der IT-Dienstleister betreut mit seinen derzeit 52.000 Mitarbeitern mehr als 160.000 Unternehmen. Die Telekomtochter versteht sich als führender Dienstleister im Bereich der Informationstechnik und Telekommunikation. Unter anderem hat T-Systems die Software für das deutsche Lkw-Mautsystem mitentwickelt und arbeitet am europäischen Satellitensystem Galileo mit. T-Systems ist derzeit in zwanzig Ländern aktiv und setzte im vorigen Jahr fast 13 Milliarden Euro um.
Widersprüchliche Meldungen
Am heutigen Tage gab es widersprüchliche Meldungen darüber, in welchem Umfang sich die Telekom von diesem Geschäft trennen wird. Obermann werde sich nur von Randbereichen trennen, die höchstens zehn Prozent von deren Ergebnis ausmachten, so etwa von der strategischen Unternehmensberatung oder Teilen der Softwareentwicklung, hieß es an einer Stelle. An anderer Stelle war davon die Rede, dass größere Teile von T-Systems verkauft werden könnten und der Rest der Geschäftskunden-Tochter im Gesamtkonzern der Telekom aufgehen könnte.
Der neue Telekom-Chef wird seine Strategie am 5. Dezember dem Aufsichtsrat präsentieren. Dann kommen die Kontrolleure zu ihrer nächsten regulären Sitzung zusammen.

(Hayo Lücke)

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