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Telekom will Namensrechte der Bundesliga

Spielen die 18 besten deutschen Fußballvereine bald in der Deutsche Telekom Liga? Für den Bonner Konzern ist dies zumindest eine Option.

19.05.2006, 08:37 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Wenn es um die Fußball Bundesliga geht, dreht sich derzeit sehr viel um die Übertragungsrechte. Während die Deutsche Telekom und der Pay-TV-Sender Premiere gemeinsam die Internet-Rechte des Bonner Telekommunikations-Konzerns für ein Pay-TV-Angebot nutzen wollen, stemmen sich die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der neue Rechteinhaber für die Übertragung der Livespiele arena vehement gegen dieses Szenario. Doch auch abseits dieses Streits hat die Telekom offensichtlich die Fühler in Richtung Bundesliga ausgestreckt. Sie möchte der höchsten deutschen Spielklasse ihren Namen verleihen.
Die Namensrechte seien "eine von vielen Optionen" erklärte ein Telekomsprecher gegenüber dem "Handelsblatt". Zuvor war bereits bekannt geworden, dass auch die Postbank mit der DFL über die Namensrechte verhandelt. Die Liga befinde sich nach Angaben ihres Vizepräsidenten Wolfgang Holzhäuser derzeit in der "finalen Entscheidungsphase".
Mehr Macht für die Telekom?
In einschlägigen Internetforen sind unterdessen Diskussionen um die Frage ausgebrochen, ob die DFL die Namensrechte überhaupt verkaufen sollte. Befürworter argumentieren, dass durch die Mehreinnamen, die anteilig an die 18 Bundesliga-Vereine ausgeschüttet würden, weitere hochkarätige Spieler in die Bundesliga gelockt würden. Der Telekom dürfte es allerdings um weit mehr gehen. Sie könnte im Streit um die Übertragungsrechte der insgesamt 306 Bundesligaspiele pro Saison deutlich an Verhandlungsmacht gewinnen, sollte sie der offizielle Ligasponsor werden.

(Hayo Lücke)

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