Nutzung beantragt

Telekom will mit 700-MHz-Frequenzen Funklöcher schließen

Zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung gerade auch in ländlichen Gebieten will die Deutsche Telekom nun auch die bereits ersteigerten 700-MHz-Frequenzen einsetzen. Bei der Bundesnetzagentur wurde jetzt die Nutzung beantragt.

Funkmast© jomar / Fotolia.com

Bonn – Nach wie vor gibt es in Deutschland zahlreiche Funklöcher in den Mobilfunknetzen. Die Deutsche Telekom will jetzt neue Frequenzen nutzen, um weitere Funklöcher zu schließen und die Mobilfunkversorgung zu verbessern. Der Bonner Konzern hat bei der Bundesnetzagentur die Nutzung der 700-Mhz-Frequenzen beantragt. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

700-MHz-Frequenzen wurden bereits 2015 ersteigert

Die Frequenzen auf dem 700-MHz-Band sind allerdings nicht neu. Bereits 2015 hatte die Bundesnetzagentur die Frequenzen versteigert, sie seien auch schon bezahlt. Bislang sind die Frequenzen aber noch nicht nutzbar – unter anderem wegen der Umstellung des Rundfunks auf DVT-T2. Probleme gebe es auch noch an den Grenzen zu den Nachbarländern Deutschlands. So gebe es bei den Nachbarn der Bundesrepublik weiterhin terrestrischen Rundfunk, durch den der Mobilfunk hierzulande gestört würde. Mit Polen habe die Regulierungsbehörde immer noch keinen für die Nutzung erforderlichen Vertrag abgeschlossen.

Neue Frequenzen als Basis für LTE und 5G Nutzung ab Mitte 2019?

Doch die 700-MHz-Frequenzen seien wichtig: "Mit diesen Frequenzen können wir einen entscheidenden Beitrag zur Erschließung weißer Flecken gerade auch im ländlichen Raum leisten. Gleichzeitig dienen sie auch dem 5G-Aufbau in der Fläche", so Telekom-Vorstand Dirk Wössner.

Doch erst nach Zuteilung der Frequenzen durch die Bundesnetzagentur könne mit der Planung von 700-MHz-Standorten begonnen werden. Für den Aufbau von Basisstationen sei auch die Beantragung von lokalen Nutzungskoordinaten erforderlich. Die Telekom hofft darauf, dass die neuen Frequenzen im 700-MHz-Band bis Mitte 2019 genutzt werden können.

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Jörg Schamberg

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