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Telekom will angeblich Festnetzsparte zerschlagen

Rund 25.000 Mitarbeiter, die derzeit in den drei Telekomsparten T-Com, T-Mobile und T-Systems mit der Netzplanung und dem Netzbetrieb beschäftigt seien, sollten in eine eigenständige Netzgesellschaft ausgegliedert werden.

03.03.2007, 21:57 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom will angeblich zehntausende weitere Mitarbeiter in spezielle Gesellschaften auslagern, um Personalkosten zu sparen. Rund 25.000 Mitarbeiter, die derzeit in den drei Telekomsparten T-Com, T-Mobile und T-Systems mit der Netzplanung und dem Netzbetrieb beschäftigt seien, sollten in eine eigenständige Netzgesellschaft ausgegliedert werden, berichtete die "WirtschaftsWoche". Dann wären demnach fast alle der rund 85.000 T-Com Mitarbeiter ausgelagert.
Telekom-Chef René Obermann hatte in dieser Woche bekannt gegeben, dass rund 50.000 Mitarbeiter in die konzerneigene Gesellschaft T-Service ausgegliedert würden, um sie dort länger und bei niedrigerer Bezahlung arbeiten zu lassen.
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi schloss unterdessen einen Streik gegen die Sparpläne der Telekom nicht mehr aus. "Wir werden alle Mittel der Tarifpolitik bemühen, um in diesem Konflikt weiter voranzukommen und kein vernünftiger Tarifpolitiker schließt das Mittel des Streiks aus", sagte Lothar Schröder, Mitglied des Verdi-Bundesvorstands dem "Spiegel". Schröder übte erneut scharfe Kritik an den Plänen zur Auslagerung von 50.000 Mitarbeitern in die neue T-Service-Gesellschaft. Dies werde weder den Service verbessern noch zu den gewünschten Einsparungen von fast einer Milliarden Euro führen, sagte Schröder in dem Interview.

(Hayo Lücke)

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