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Telekom weist Kritik an Breitbandausbau zurück: "Wir können nicht überall sein"

Kritiker werfen der Deutschen Telekom "Rosinenpickerei" beim Breitbandausbau auf dem Land vor. Der Bonner Konzern stellt sich dem entgegen: Im Rahmen von Kooperationen mit Kommunen hätten bereits zwei Millionen Haushalte zusätzlich mit Breitband versorgt werden können. Nun sei der 5.000 Kooperationsvertrag mit einer Kommune unterzeichnet worden.

12.05.2014, 15:47 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom ist der führende DSL-Anbieter in Deutschland und dominiert mit einem Marktanteil von über 40 Prozent noch immer den Breitbandmarkt hierzulande. Kritiker wie der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) werfen dem Bonner Konzern vor, dass das Unternehmen sich beim Breitbandausbau die Rosinen herauspicke, die Wettbewerber dann den Ausbau auf dem Land übernehmen sollen. Betroffene in ländlichen Regionen sehen sich von der Telekom zudem teils als Nutzer "2. Klasse" behandelt. Diesen Vorwürfen tritt das Unternehmen nun entgegen. In einem aktuellen Blog-Post verweist die Telekom auf ihr Engagement beim Breitbandausbau im ländlichen Raum.

Ausbau auf dem Land oft nur per Kooperation

Seit Jahren würde die Telekom im Rahmen der Initiative "Mehr Breitband für Deutschland" so viel in die Highspeed-Versorgung ländlicher Gebiete investieren wie kein anderer Provider. Jedes Jahr fließen über 3 Milliarden Euro in das Netz der Telekom. Der Konzern könne als privates Unternehmen jedoch nicht alles alleine stemmen. "Wir können nur dort investieren, wo wir die Chance haben, unser Geld zurück zu verdienen", betonen die Bonner.

Vielfach greift die Telekom beim Breitbandausbau gerade in ländlichen Regionen auf Kooperationen mit den Kommunen zurück. Dieses Modell laufe erfolgreich: Bereits rund zwei Millionen Haushalte hätten durch die Zusammenarbeit vor Ort zusätzlich zum Regelausbau der Telekom mit schnellem Internet versorgt werden können. Hierfür wurden fast 24.000 Kilometer Glasfaser verlegt und 14.000 Verteilerkästen errichtet.

5.000 Kooperationsvertrag unterzeichnet

Aktuell sei der 5.000 Kooperationsvertrag für einen kleinen Ortsteil der 560 Einwohner zählenden bayerischen Gemeinde Maria Thalheim unterzeichnet worden. Dank der Kooperation würden zukünftig knapp 300 private Haushalte und Gewerbetreibende mit schnellen Breitbandzugängen versorgt. "Zeigt also, dass wir uns nicht nur um die Großen auf dem Land kümmern", erläutert die Verfasserin des Blog-Posts. Telekom-Chef Timotheus Höttges betont denn auch: "Unser Ziel ist es, möglichst vielen Menschen einen schnellen Internetanschluss zu bieten." Die Initiative 'Mehr Breitband für Deutschland' sei dabei ein "ganz wichtiger Baustein"./p>

(Jörg Schamberg)

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