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Telekom verliert gegen Telegate

Die Telekom muss nach einem Urteil des Oberlandesgericht Düsseldorf 52 Millionen Euro an Telegate zahlen, weil sie für Teilnehmerdaten zuviel Geld kassierte.

17.05.2007, 12:20 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Der Betreiber der Auskunft 11880, Telegate, hat vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf einen wichtigen Sieg gegen die Deutsche Telekom errungen. Wie Telegate in einer Unternehmensmitteilung bekannt gab, muss die Telekom an Telegate über 52 Millionen Euro von überhöht in Rechnung gestellten Kosten für Teilnehmerdaten zurückzahlen. (Aktenzeichen VI-2 U 10/05)
Das Gericht gab Telegate Recht, dass die Telekom zwischen 1997 und 2000 zuviel Geld für Teilnehmerdaten abgerechnet habe. Die Telekom kann gegen das Urteil Revision einlegen.
Weitere Verfahren laufen
In einem zweiten Verfahren, das ebenfalls vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf geführt wird, verlangt Telegate von der Telekom weitere 25,5 Millionen Euro zuzüglich Zinsen zurück. Ein Urteil zu diesem Prozess wird am wird am 27. Juni erwartet.
Darüber hinaus läuft derzeit auch eine Schadenersatzklage gegen die Deutsche Telekom. In diesem Verfahren macht Telegate Forderungen in Höhe von rund 86 Millionen Euro geltend. Telegate habe wegen der hohen Zahlungen zwischen 1997 und 2004 einen Wettbewerbsnachteil gehabt. Die Klage ist in erster Instanz beim Landgericht Köln anhängig und soll im Frühsommer 2007 weiterverhandelt werden.

(Hayo Lücke)

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