Balderschwang

Telekom verlegte Glasfaser bis in Deutschlands höchstgelegene Gemeinde

Mitten durch die Allgäuer Alpen hat die Deutsche Telekom Glasfaserleitungen verlegt, um den Ort Balderschwang mit VDSL und LTE versorgen zu können. Beim Ausbau musste besonders auf den Natur- und Landschaftsschutz Rücksicht genommen werden.

Telekom Glasfaser Berge© Deutsche Telekom AG

Bonn - Der Glasfaserausbau ist zeit- und kostenintensiv. Im vergangenen Jahr verlegte die Deutsche Telekom (Angebote der Telekom) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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bundesweit rund 60.0000 Kilometer Glasfaser. Da erscheinen die 24 Kilometer Glasfaserleitungen bei dem jetzt fertiggestellten Breitband-Ausbauprojekt in Balderschwang nicht sonderlich aufregend. Allerdings handelt es sich dabei um Deutschlands höchstgelegene Gemeinde, der Bonner Konzern musste also Glasfaser mitten durch die Allgäuer Alpen verlegen. Bislang wurde Balderschwang nur per Richtfunk versorgt, nun sei es "FTTH ready" und "5G ready". Das dürften nicht nur die Einwohner, sondern auch die vielen Touristen zu schätzen wissen, die die Kommune besuchen.

Internetanschlüsse mit bis zu 100 Mbit/s nutzbar

Die Telekom habe beim Ausbau unter anderem auf den Natur- und Landschaftsschutz Rücksicht nehmen müssen. Das Projekt sei durch einen Mix von Eigenausbau und staatlicher Förderung realisiert worden. Ab sofort stehe Haushalten in dem Ort Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s zur Verfügung. Der Mobilfunk-Standort auf dem Gelbhansekopf sei mit Glasfaser angebunden und mit LTE ausgestattet worden. Nach Angaben von Konrad Kienle, 1. Bürgermeister von Balderschwang, sei ein funktionierendes WLAN für Hotelgäste heute oft noch wichtiger als der Fernseher.

"Der Schutz der Natur und die Versorgung mit Breitband haben etwas gemeinsam: Beide gewinnen bei den Menschen immer mehr an Bedeutung. Bei diesem Projekt ist es uns gelungen, Naturschutz und Breitband-Versorgung in Einklang zu bringen", betont Telekom-Technikchef Walter Goldenits.

Anderthalb Jahre von Planung bis zur Nutzbarkeit

Erste Gespräche zur Planung des Projekts hätten Anfang 2018 stattgefunden. Gespräche fanden nicht nur mit den Gemeinden, sondern auch den Eigentümern entlang der Trasse statt. Zustimmen mussten laut Telekom zudem Ämter wie Wasserwirtschaft, Naturschutz und Forstwirtschaft. Der Verlauf der Trasse sei im Mai 2018 festgelegt worden, der Baubeginn sei im Juli 2018 erfolgt. Da in dem Ausbau-Gebiet immer wieder extreme Witterungsbedingungen wie Gewitter oder Schneefall herrschen würden, gab es nur ein recht schmales Zeitfenster. Dank des trockenen Sommers im vergangenen Jahr sei der Ausbau aber gut vorangekommen.

Schonende Verlegung der Glasfaserkabel

Die Maschinen, darunter drei Bagger und ein Muldenkipper, hätten teils in einem Gefälle von 40 Prozent gestanden. Der Ausbau-Trupp der Telekom erreichte den höchsten Punkt bei über 1.500 Metern in der Nähe der Hütte Obere Wilhelmine Alpe. Größtenteils konnte man das Leerrohr für das Glasfaserkabel einpflügen. In wenigen Wochen wachse die gezogene Furche nach der Verlegung des Kabels wieder zu. Die letzten Tiefbauarbeiten seien im November 2018 erfolgt, zudem habe die Telekom die erforderlichen Verteilerkästen aufgestellt. Das eigentliche Ausbau-Projekt sei Anfang 2019 abgeschlossen worden. Danach seien die Anschlüsse zur Buchung in den IT-Systemen der Telekom vorbereitet worden.

Das Netz in Balderschwang sei auch für weitere Ausbauschritte vorbereitet. So stehe ein Optical Line Terminal in der Betriebsstelle in der Kommune. Über diese Maschine könne man Glasfaser bis ins Haus anbieten. Das Neubaugebiet in Balderschwang sei mit einem Glasfaser-Netzverteiler ausgestattet worden. Für die zweite Jahreshälfte habe man zudem die Umstellung des Mobilfunk-Standortes auf Single RAN geplant.

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Jörg Schamberg

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