Nachfrage noch gering

Telekom verfügt über 1,1 Millionen FTTH-Anschlüsse

Die Telekom verfüge über mehr FTTH-Anschlüsse als der Anbieter Deutsche Glasfaser heißt es in einem aktuellen Blog-Post des Bonner Konzerns. Den Vectoring-Ausbau sieht die Telekom weiterhin als richtig an.

Highspeed Internet© Silvano Rebai / Fotolia.com

Bonn – Die Deutsche Telekom (DSL-Tarife der Telekom) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
Sie können dieses Produkt natürlich auch woanders kaufen; der hier integrierte Werbelink ist ein Vorschlag und stellt weitere Informationen zur Verfügung. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.
verfügt nach eigenen Angaben über 500.000 Kilometer Glasfaser in ihrem Netz. Pro Jahr würden 40.000 bis 60.000 Kilometer hinzukommen. Nun hat das Unternehmen laut Bericht von golem.de auch eine aktuelle Zahl zu seinen FTTH-Anschlüssen genannt. Wie der Bonner Konzern in seinem Blog mitteilte, komme die Telekom derzeit auf über circa 1,1 Millionen FTTH-Anschlüsse. Das sei mehr als der Anbieter Deutsche Glasfaser, der Ende Mai eine Zahl von rund 500.000 FTTH-Anschlüssen versorgte.

Weniger als die Hälfte der FTTH-Anschlüsse wird aktiv genutzt

Die genaue Zahl der aktiven FTTH-Nutzer gab die Telekom jedoch nicht bekannt. Stattdessen verwies sie darauf, dass "deutlich weniger als die Hälfte derer, die FTTH oder FTTB bekommen könnten, tatsächlich diese Technik" buchen würden. Die Deutsche Glasfaser kommt nach eigenen Angaben auf rund 300.000 FTTH-Vertragskunden.

Die Nachfrage hinkt dem steigenden FTTH-Angebot somit noch deutlich hinterher. Mitte 2018 lag die Zahl der verfügbaren FTTH- und FTTB-Anschlüsse bundesweit bei insgesamt rund 3,7 Millionen. Ende 2018 seien laut Bundesnetzagentur aber nur rund 1,1 Millionen solcher Glasfaseranschlüsse auch tatsächlich genutzt worden.

Telekom verteidigt Vectoring-Strategie als richtige Entscheidung

Die Telekom beachte beim Breitbandausbau auch die Kundennachfrage und verteidigte in dem Blog-Beitrag erneut ihren Vectoring-Ausbau. Vor einigen Jahren hätte das Unternehmen die Wahl gehabt zwischen zwei Varianten des Breitbandausbaus. Bis 2019 hätte die Telekom 10 bis 20 Prozent der Haushalte mit FTTH versorgen können. Für die anderen 80 Prozent der Haushalte hätte das quasi einen Ausbaustopp bedeutet und ein Verharren bei Anschlüssen mit Bandbreiten von 6 bis 16 Mbit/s.

Alternativ erlaubte der Einsatz der Vectoring-Technologie die Versorgung von 80 Prozent der Haushalte mit 100 Mbit/s und mehr bis Ende 2019. Dafür würde aber der jährliche Ausbau von bis zu zwei Millionen FTTH-Anschlüssen erst 2021 erreicht. Die Telekom habe sich daher für den Vectoring-Ausbau entschieden.

100 Mbit/s für rund 30 Millionen Haushalte verfügbar

Die Telekom verstehe die Kritik, dass derzeit nur 88 Prozent der Haushalte mit 50 Mbit/s versorgt werde. Der Grund sei aber nicht der Vectoring-Ausbau. Hätte der Bonner Konzern Glasfaser per FTTC nicht bis zum Verteiler, den grauen Kästen am Straßenrand, verlegt, so wäre VDSL mit 50 Mbit/s noch für deutlich weniger Menschen verfügbar. Das wäre dann gerade in ländlichen Regionen der Fall. Aktuell würden 30 Millionen Haushalte mit bis zu 100 Mbit/s versorgt, 20 Millionen Haushalte könnten bei Bedarf bis zu 250 Mbit/s nutzen.

Telekom setzt zunehmend auf Kooperationen beim FTTH-Ausbau

"Die Telekom wird für FTTH alles tun, was uns möglich ist. Aber nicht alles, was die Gesellschaft von uns erwartet, wird uns möglich sein", heißt es in dem Blog-Beitrag von Henrik Schmitz, Vice President Communication Strategy and CEO Communication der Telekom. Daher setze die Telekom auch auf Kooperationen für einen gemeinsamen Ausbau. Mit EWE sei beispielsweise das Gemeinschaftsunternehmen Glasfaser Nordwest EWE gegründet worden. Innerhalb von zehn Jahren sollen in Nordwestdeutschland 1,5 Millionen Haushalte mit FTTH versorgt werden.

Günstige Internet-Tarife finden

Jörg Schamberg

Lesen Sie alles Wichtige von onlinekosten.de - auf Wunsch per WhatsApp direkt auf dem Handy. Whatsapp-Newsletter Wöchentlichen Newsletter
Zum Seitenanfang
NewsletterPopup