Beispiel Straelen

Telekom verbessert LTE-Empfang an deutscher Grenze

Seit Ende 2019 können deutsche Mobilfunknetzbetreiber die Mobilfunkanlagen an den deutschen Grenzen mit voller Leistung betreiben. Die Telekom berichtet jetzt, wie sie im niederrheinischen Grenzort Straelen den LTE-Empfang verbessert hat.

Jörg Schamberg, 26.08.2020, 09:53 Uhr
Handymast© Wolfgang Cibura / Fotolia.com

Die LTE-Versorgung an den deutschen Grenzen war lange Zeit mit Problemen verbunden. Die deutschen Mobilfunknetzbetreiber durften ihre Mobilfunkanlagen in den Grenzregionen nur mit gedrosselter Leistung betreiben. Diese Auflagen der Bundesnetzagentur sollten verhindern, dass die Funknetze in Nachbarländern wie Dänemark, den Niederlanden oder Frankreich durch zu starke Signale gestört wurden. Für die betroffenen Menschen in den Grenzregionen bedeutete dies ein schlechterer Mobilfunkempfang und niedrigere Geschwindigkeiten. Ende 2019 hatte die Bundesnetzagentur die "Mobilfunkbremse" an den deutschen Grenzen gelöst. Seitdem kann auch für Grenzbewohner LTE mit voller Sendeleistung bereitgestellt werden.

Schnelles LTE für Grenzort Straelen

Bundesweit würden laut der Deutschen Telekom rund 760.000 Haushalte in den deutschen Grenzregionen von dem Aus für die "Mobilfunkbremse" profitieren. 285.000 Haushalte könnten erstmals auf das LTE-Netz der Telekom zugreifen. Vielerorts würden die bestehenden Kapazitäten der grenznahen Mobilfunkanlagen erweitert. Über ein aktuelles Beispiel für den LTE-Ausbau an der Grenze berichtet der Bonner Konzern nun in seinem Firmenblog. Konkret geht es um eine Lösung für den nordrhein-westfälischen Grenzort Straelen am Niederrhein, der direkt neben der niederländischen Nachbarstadt Venlo liegt. Im Straelener Ortsteil Auwel-Holt sei der LTE-Mobilfunkempfang jetzt so gut wie in Orten, die weiter im Inland liegen.

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Oberirdische Glasfaserverlegung und Einsatz von Trenching

In Straelen im Ortsteil Auwelt-Holt sei ein neuer Standort mit Mobilfunkmast außerhalb des Wohngebietes errichtet worden. Der Mast versorge Telekom-Kunden mit GSM und schnellem LTE. Die zunächst in Straelen geplante Glasfasertrasse für die Anbindung des Mobilfunkstandorts sei zu lang und zu teuer gewesen. Stattdessen setzte die Telekom auf die Verlegung einer oberirdischen Glasfaserleitung auf Holzmasten. Dadurch seien circa 200 Meter Tiefbau gespart worden.

Außerdem seien rund 265 Meter Kabelstrecke "getrencht" worden. Die Verlegemethode Trenching erspart teuren Tiefbau, da die Glasfaserkabel nur in einem schmalen, nicht sehr tiefen, aufgefrästen Schlitz unter dem Asphalt verlegt werden. Bei normalen Baggerarbeiten wäre das Telekom-Tiefbauteam nach Unternehmensangaben bis zu zwei Wochen tätig gewesen. Dank Trenching sei die Verlegung der Glasfaserleitungen an einem Tag möglich gewesen.

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