Augmented Reality

Telekom und Zeiss entwickeln gemeinsam neue Datenbrille

Google Glass, die Datenbrille von Google, endete als Flop. Nun wagen Deutsche Telekom und die Zeiss AG im Bereich Augmented Reality einen neuen Anlauf für die Entwicklung einer smarten Brille.

Jörg Schamberg, 27.02.2017, 16:51 Uhr (Quelle: DPA)
Internet of ThingsHaben die Telekom und Zeiss mehr Erfolg bei der Entwicklung einer Datenbrille als Google? (Symbolfoto)© dragonstock / Fotolia.com

Barcelona - Die Deutsche Telekom hat in Partnerschaft mit der Zeiss AG eine neuartige smarte Brille für die erweiterte Realität (Augmented Reality) entwickelt. In den Gläsern sollen zusätzliche Informationen oder Grafiken etwa für die Navigation eingeblendet werden können. Anders als etwa eine Datenbrille wie die von Google bezieht das Gerät die Rechenpower direkt aus dem Netz, erklärte Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Telekom (www.telekom.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) am Montag in Barcelona auf der Mobilfunkmesse MWC. Eines Tages würden Geräte wie diese Brille den Computer ersetzen, versicherte der Manager. "Ziel ist es, das Anwendungspotenzial und die Zukunft von Datenbrillen auszuloten und voranzutreiben", erklärten die beiden Unternehmen.

Zeiss übernimmt Brillenfertigung, Telekom stellt Netz bereit

Die Fertigung der Brille hat in der exklusiven Kooperation der Optik-Spezialist aus Oberkochen übernommen, die Netzinfrastruktur steuert die Telekom bei. Die smarte Brille soll nun Entwicklern offen stehen, die mögliche Nutzungsszenarien entwerfen können.

Telekom-Chef Höttges wirbt für 5G

In Barcelona brach Höttges eine Lanze für das künftige schnelle Netz 5G, das im Jahr 2020 offiziell an den Start gehen solle. Dabei handele es sich nicht nur um einen neuen Standard. Europa habe dabei die Chance an der Spitze der Entwicklung federführend mitzugestalten. Kunden sollten sich künftig nicht mehr darum kümmern, über welche mobilen Netze oder feste Kabel sie ins Netz kommen. Der Ausbau sei jedoch teuer, betonte Höttges. Die Telekom benötige dafür Investitionssicherheit.

Datenbrillen können im Blickfeld des Trägers zusätzliche Informationen, Apps oder Bilder einblenden - und dabei zum Beispiel freie Parkplätze, Staus oder den Füllstand von Mülleimern anzeigen. Während das Smartphone heute die Anwendung der Wahl für den mobilen Internetzugang sei, könnten ihm diese Position "künftig andere Geräte wie smarte Brillen streitig machen", erklärte Telekom-Chef Tim Höttges.

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