Bessere LTE-Versorgung

Telekom und Vodafone wollen sich 4.000 LTE-Standorte teilen

In ländlichen Regionen und entlang von Verkehrswegen wollen Telekom und Vodafone die LTE-Versorgung jetzt gemeinsam verbessern. An 4.000 "grauen Flecken", in denen nur ein Anbieter LTE anbietet, soll LTE auch dem Partner zur Verfügung stehen.

Jörg Schamberg, 13.02.2020, 11:17 Uhr
Mobilfunkmast© Kara / Fotolia.com

Im November 2019 hatten die drei Mobilfunk-Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland angekündigt, dass sie gemeinsam bis zu 6.000 sogenannte "weiße Flecken", also Gebiete ohne Handy-Empfang, schließen wollen. Die Telekom und Vodafone haben jetzt eine noch weitergehende Kooperation verkündet und eine Absichtserklärung unterzeichnet. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen auch gegen "graue Flecken" in Deutschland vorgehen. Das sind Bereiche, in denen jeweils nur ein Anbieter LTE anbietet.

Jeweils 2.000 LTE-Standorte auf dem Land auch für den Partner verfügbar

Die LTE-Versorgung in ländlichen Regionen und entlang der Verkehrswege soll verbessert werden: Durch ein aktives Network-Sharing an insgesamt 4.000 ausgewählten Antennen-Standorten sollen "graue Flecken" erschlossen werden. Dadurch sollen auch Kunden des jeweiligen Anbieters, der in dem Gebiet über keine LTE-Infrastruktur verfügt, LTE nutzen können. Jedes der beiden Unternehmen soll dem anderen eine gleiche Anzahl an Mobilfunk-Standorten zur LTE-Versorgung zur Verfügung stellen. Laut Analysen gebe es ein Potential von jeweils etwa 2.000 Standorten. Es würden derzeit Gespräche mit dem Bundeskartellamt und der Bundesnetzagentur geführt, die ihre Zustimmung zu der Kooperation geben müssen. Ein Start der Zusammenarbeit sei noch für 2020 geplant.

Gemeinsam mehr Netz für Deutschland schaffen

"Mit der geplanten Kooperation können wir einen wichtigen Beitrag zu einer besseren und unterbrechungsfreien LTE-Versorgung in Deutschland leisten", sagte Telekom Deutschland-Chef Dirk Wössner. "Wir arbeiten mit unserem Wettbewerber zusammen, damit noch mehr Menschen in Deutschland ein besseres Netz nutzen können. Kooperationen werden beim Netzausbau – egal ob Breitband oder Mobilfunk – immer wichtiger." Und Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter fügt hinzu: "Gemeinsam können wir noch mehr Netz für Deutschland schaffen – und graue Flecken schließen, in denen Vodafone- oder Telekom-Kunden bislang keinen Empfang hatten. Für uns ein weiterer Baustein auf dem Weg zum digitalen Deutschland. Und für unsere Kunden ein wichtiger Schritt hin zu einem noch besseren Netz".

Die beiden Unternehmen erklärten, dass es den Partnern erlaubt sei, ähnliche Vereinbarungen auch mit anderen Anbietern zu treffen. Unabhängig von der nun verkündeten Absicht zur Kooperation würden beide Mobilfunknetzbetreiber aber weiterhin eigenständig ihre Netze ausbauen.

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