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Telekom und Verdi schließen Kompromiss

Im Tarifstreit bei der Deutschen Telekom haben Geschäftsleitung und die Gewerkschaft Verdi am Montag einen ersten Schritt auf dem Weg zu einer möglichen Einigung gemacht.

18.06.2007, 15:10 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Im Tarifstreit bei der Deutschen Telekom haben Geschäftsleitung und die Gewerkschaft Verdi am Montag einen ersten Schritt auf dem Weg zu einer möglichen Einigung gemacht. Sie verständigten sich nach Gewerkschaftsangaben auf einen Kündigungsschutz für die Beschäftigten in den drei neuen Servicegesellschaften bis Ende 2012.
Ein Teil im Puzzle
Dies sei aber nur ein "Puzzleteil" des Gesamtpaketes, betonte Ado Wilhelm, Verdi-Bereichsleiter für Mobilfunkkommunikation. Viele Fragen etwa zum Thema Arbeitszeit und Bezahlung seien noch offen. Die Verhandlungen wurden fortgesetzt. Die Telekom will rund 50.000 Mitarbeiter im technischen Kundendienst, bei der technischen Infrastruktur und in den Call Center zum 1. Juli ausgliedern.
Der Konzern hatte eine Senkung der Löhne um neun Prozent und eine Verlängerung der Arbeitszeit von 34 auf 38 Stunden gefordert. Nach einem Monat Streik hatte der Konzern aber Gesprächsbereitschaft signalisiert und einen zusätzlichen Bonus in Aussicht gestellt. Seit vergangenen Dienstag verhandeln die Tarifparteien wieder. Verdi will bis zum morgigen Dienstag zu einem Ergebnis kommen.
Signal an die Streikenden
Der am Montag verkündete Zwischenstand sei ein "Signal" an die Streikenden "da draußen", sagte Wilhelm. Im Ausstand befanden sich am Montag rund 7000 Telekom-Beschäftigte. Die Streiks hatten in den vergangenen Wochen zu Verzögerungen in Call Centern und bei der Behebung von Störungen geführt.

(Denise Bergfeld)

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