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Telekom und Orange wollen britischen Mobilfunker EE an BT verkaufen

Nun ist offiziell, worüber zuvor nur spekuliert wurde: Die Deutsche Telekom und Orange gaben am Montag bekannt, dass sie mit British Telecom über einen Verkauf ihres britischen Mobilfunkgeschäfts unter der Marke Everything Everywhere (EE) sprechen wollen. Der Deal könnte einen Umfang von rund 15,5 Milliarden Euro haben.

15.12.2014, 21:08 Uhr (Quelle: DPA)
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom und ihr französischer Partner Orange wollen ihr britisches Mobilfunk-Geschäft unter dem Markennamen Everything Everywhere (EE) an die British Telecom (BT) verkaufen. Das gaben sowohl die Telekom als auch BT am Montag bekannt. Es seien "exklusive Gespräche" zwischen den drei Partnern vereinbart worden, die sich um einen Kaufpreis von 12,5 Milliarden Pfund (15,5 Milliarden Euro) drehen.

EE ist britischer Marktführer mit 12,5 Millionen Kunden

BT drängt massiv zurück in den Mobilfunkmarkt mit Privatkunden. Das Unternehmen hatte das Geschäft 2002 zunächst verkauft. EE ist bisher Marktführer in Großbritannien mit 12,5 Millionen Kunden.

Sollte die Transaktion wie vorgesehen über die Bühne gehen, würde ein gigantischer Telekommunikations-Riese geschaffen, der sowohl im Festnetz- und Breitband-Geschäft als auch im Mobilfunk und im Internet-Fernsehen landesweit führend ist.

Den Plänen zufolge soll ein Teil des Kaufpreises in BT-Aktien gezahlt werden. Die Deutsche Telekom würde nach dem Deal zwölf Prozent an BT halten, Orange vier Prozent. BT hatte ursprünglich auch einen Aufkauf der Marke o2 des spanischen Konzerns Telefónica ins Auge gefasst, gab nun aber dem deutsch-französischen Joint Venture den Vorzug. Die "exklusiven Gespräche" sollen mehrere Wochen dauern.

Telekom will Fuß in der Tür im britischen Mobilfunkmarkt behalten

Die Deutsche Telekom will auf diese Weise einen Fuß in der Tür zum britischen Markt halten. "Die geplante Transaktion mit BT bietet die Chance, unser hervorragend positioniertes Mobilfunk-Engagement in Großbritannien weiter zu entwickeln und uns an den großartigen Chancen eines integrierten Geschäftsmodells zu beteiligen", sagte Telekom-Finanzvorstand Thomas Dannenfeldt. Die Bonner sollen nach BT-Angaben auch einen Vorstand in den neuen Konzern entsenden dürfen.

(Jörg Schamberg)

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