Internet der Dinge

Telekom und Huawei bringen funkende Sensoren ins Mobilfunknetz

Im Telekom-Mobilfunknetz in Deutschland und den Niederlanden lassen sich nun auch Sensoren per Schmalband-IoT nutzen. In Bonn helfen Parksensoren etwa bei der Suche nach freien Parkplätzen.

Jörg Schamberg, 20.10.2016, 11:25 Uhr
Telekom NB-IoT ParksensorDer Parksensor zeigt Autofahrern per App einen freien Parkplatz an.© Deutsche Telekom AG

Bonn – Die Deutsche Telekom (www.t-mobile.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) meldet eine Weltpremiere: Der Bonner Konzern hat in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Telekommunikationsausrüster Huawei seine Mobilfunknetze in Deutschland und den Niederlanden fit für die Kommunikation mit Sensoren gemacht. Die Telekom sei nach eigenen Angaben der erste Netzbetreiber weltweit, der ein Ende-zu-Ende-System für die Schmalbandkommunikation (NB-IoT) einführt.

Parksensoren führen Autofahrer zu freien Parkplätzen

Erst im Frühjahr war der NB-IoT-Standard (Narrowband Internet of Things) freigegeben worden, auf dem die Lösung der Telekom basiere. Mit der Schmalband-Technik werde eine großflächige Abdeckung erreicht, der Empfang sei bis tief in die Gebäude möglich. Die Technik ermögliche preisgünstige und flexibel einsetzbare Geräte, der Stromverbrauch sei zudem gering.

Ein erstes Anwendungsbeispiel in der Praxis hat die Telekom in Bonn in Form eines kommerziellen Parkplatz-Bewirtschaftungssystems realisiert. In den Parkplätzen seien Sensoren platziert. Über eine App werde eine Kommunikation mit Autofahren ermöglicht und freie Parkplätze angezeigt.

Telekom: Meilenstein auf dem Weg für Schmalband-IoT-Lösungen

Damit solche funkende Sensoren im Mobilfunknetz genutzt werden können, ist komplexe Technik erforderlich: Die Telekom und Huawei setzen auf so genannte Single RAN-Basisstationen, ein virtualisiertes C-SGN (Kernnetz) sowie eine Cloud-basierte IoT-Plattform. Bruno Jacobfeuerborn, Technikchef der Telekom, bezeichnet die Umsetzung des ersten standardisierten Netzes für Schmalband-IoT als "wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu vollständigen kommerziellen Einführung von Schmalband-IoT-Lösungen in ganz Europa".

Forscher tüfteln an weiteren Anwendungsfällen

Die Parksensoren sind nur ein denkbares Einsatzszenario. Experten werkeln in Schmalband-IoT-Testumgebungen in Bonn sowie an den "hub:raum"-Standorten in Berlin und Krakau an der Entwicklung weiterer Erstanwendungsfälle und Prototypen. Entwickler erhalten ein Starter-Entwicklungskit, um neue Lösungen für Schmalband-IoT bis Ende 2017 auf den Markt zu bringen.

Die Telekom und Huawei haben zudem den Startschuss gegeben für das neue Konzept "Soft Lab" für Schmalband-IoT. Damit sollen Lösungen im Bereich Schmalband-IoT schneller auf den Markt kommen können. Entwickler sollen unabhängig von ihrem Standort lediglich per Software auf einem Standard-PC Funktionen von Chipsätzen, Modulen und Basisstationen testen können. Physische Installationen sollen nicht erforderlich sein, es werde lediglich eine Verbindung mit dem C-SGN-Kernnetz und der IoT-Plattform benötigt.

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