News

Telekom: Telefonie-Störung behoben - Taskforce soll Fehler analysieren

Erst am Donnerstagabend konnte die Telekom die erneute stundenlange Störung der IP-Telefonie beheben. Dies war bereits der dritte Vorfall innerhalb weniger Wochen. Eine Taskforce der Telekom zusammen mit Netzwerkausstatter Ericsson soll zukünftig weitere Einschränkungen des Netzes möglichst verhindern.

29.08.2014, 10:12 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Das Verständnis zahlreicher Telekom-Kunden wurde am gestrigen Donnerstag zum wiederholten Male auf die Probe gestellt. Innerhalb von nur wenigen Wochen war die IP-Telefonie im Telekom-Netz zum dritten Mal gestört. Viele Kunden des Bonner Konzerns quer durch das gesamte Bundesgebiet konnten von Donnerstagmittag an nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt telefonieren. Am Freitagmorgen meldete sich nun die Telekom mit einer weiteren Stellungnahme zu Wort und entschuldigte sich erneut bei den Kunden für die Panne. Das Unternehmen will nun Schritte unternehmen, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.

Arbeitsgruppe soll Fehler klären

Die Telekom-Erklärung im Wortlaut: "Die Störung ist beendet. Gestern war es vom späten Nachmittag bis zum Abend zu Einschränkungen bei den IP-Anschlüssen der Deutschen Telekom gekommen. Leider war die Sprachtelefonie nicht uneingeschränkt nutzbar.

Während der gesamten Zeit konnte das Internet und das TV-Angebot Entertain allerdings ohne Einschränkungen genutzt werden. Gemeinsam mit dem Hersteller der IP-Infrastruktur Ericsson arbeiten wir an der Fehleranalyse, um weitere Einschränkungen in der Zukunft ausschließen zu können. Aus diesem Grund hatte die Deutsche Telekom bereits eine Taskforce mit dem Hersteller eingesetzt. Ziel ist es, so schnell wie möglich - gemeinsam mit Ericsson - das Fehlerbild zu klären. Wir bedauern nochmals diese Einschränkungen und entschuldigen uns aufrichtig bei unseren Kunden."

Kunden verärgert - auch Geschäftskunden betroffen

Eine "Taskforce" soll es nun also richten. Ob sich die betroffenen Kunden mit dieser Erklärung zufrieden geben? Es sollen nicht nur die Anschlüsse von Privatkunden, sondern auch die Anschlüsse von Firmen gestört gewesen sein. Mehrfache Ausfälle und Störungen innerhalb kurzer Zeit sind aber gerade für Geschäftskunden nicht nur ein Ärgernis, sondern bedeuten häufig auch finanzielle Einbußen durch entgangene Geschäfte.

In der Leistungsbeschreibung zu den Call & Surf-Tarifen der Telekom heißt es: "Die mittlere Verfügbarkeit liegt bei 97,0 Prozent im Jahresdurchschnitt." Auf Sicht von einem Jahr müsste der Anschluss also insgesamt über 10 Tage lang gestört sein, um unter die Marke von 97 Prozent zu rutschen. Von möglichen Entschädigungen seitens der Telekom war daher am Freitag auch kein Wort zu hören.

(Jörg Schamberg)

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang