Fragen von Netznutzern

Telekom-Technikchef: Details zum Rollout von Super-Vectoring

Internetnutzer konnten Walter Goldenits, dem Technikchef der Telekom, Fragen stellen zu Breitbandausbau & Co. Von Interesse war unter anderem die Beschleunigung von VDSL-Anschlüssen mittels Super-Vectoring auf bis zu 250 Mbit/s. Laut Goldenits sei in einem Ort nicht immer der komplette Ausbau möglich.

Telekom VDSL-Anschluss© Deutsche Telekom AG

Bonn – Wie geht es weiter mit dem Ausbau von VDSL-Anschlüssen mit der Super-Vectoring-Technologie und Beschleunigung auf bis zu 250 Mbit/s? Wann kommt der flächendeckende FTTH-Ausbau in Deutschland? Diese und weitere Fragen rund um Breitband und Mobilfunk hatten Follower auf den Telekomnetz-Kanälen (YouTube und Twitter) gestellt. Walter Goldenits, Technik-Chef der Telekom, beantwortete etliche Fragen jetzt in einem YouTube-Video. Wir geben einen Überblick über einige der Antworten.

Flächendeckender FTTH-Ausbau braucht viel Zeit

Die Telekom baue bereits heute FTTH aus. Mittelfristig werde FTTH die Technologie sein, die hohe Bandbreiten ins Land bringe. Ein flächendeckender FTTH-Rollout werde aber mehr als fünf bis zehn Jahre in Anspruch nehmen. Dies hänge auch von den regulatorischen und ökonomischen Rahmenbedingungen ab.

Telekom: Mehr Glasfaser, weniger Kupfer

Die Telekom setze zudem nicht auf die veraltete Kupfertechnik, sondern auf Glasfaser. "Unsere Investitionen gehen dahin, den Weg zum Kunden mit Glasfaser zu verlängern und den Kupferweg zu verkürzen", so Goldenits. "Das wir ein bestehendes Kupfernetz haben ist glaube ich ganz gut, weil sonst hätten wir in Deutschland nämlich gar kein Internet in vielen Teilen".

Nicht immer wird kompletter Ort mit Super-Vectoring ausgebaut

Wie sieht es mit der Verfügbarkeit von Super-Vectoring aus? Ist FTTC ausgerollt, sei Super-Vectoring nur eine Frage der Zeit. Nicht nur bei der Telekom, sondern auch bei anderen Netzbetreibern. Auf die Frage, warum Super-Vectoring in einem Ort nicht komplett ausgebaut werde, antwortete der Telekom-Technikchef: "Grundsätzlich folgt der Ausbau ökonomischen Regeln, das heißt wir versuchen natürlich soweit wie möglich mit unserer Abdeckung durch das Festnetz, durch das Glasfaser zu kommen. Aber es passiert, dass nicht alle Haushalte in diesem Bereich liegen. Das tut mir natürlich auch sehr leid", so Goldenits. Als Überbrückung biete die Telekom aber Hybrid-Produkte an, die Festnetz und Mobilfunk kombinieren. Damit ließen sich auch in den Randbereichen hohe Bandbreiten realisieren.

Rollout von Super-Vectoring richtet sich nach Kundennachfrage

Zu Super-Vectoring interessierten die fragestellenden Internetnutzer weitere Details: "Nach welchen Kriterien erfolgt der Super-Vectoring-Ausbau? Kommen zuerst die Gebiete dran, die bisher VDSL 50 hatten? Wie lange müssen die Gebiete mit VDSL 100 auf VDSL 250 dann warten?". "Grundsätzlich bauen wir Super-Vectoring an Hand von Kundenbedürfnissen, Kundennachfrage aus. Diese bekommen wir von unseren Kollegen aus dem Vertrieb und aus dem Produkt-Marketing. Dementsprechend passiert unser Super-Vectoring-Rollout. Goldenits verspricht: "Der Super-Vectoring-Rollout wird am Ende des Tages flächendeckend sein". Anfang September hatte die Telekom mitgeteilt, dass Super-Vectoring bereits für rund 8,9 Millionen Anschlüsse verfügbar sei. Bis Ende 2019 sollen dann bereits zwei Drittel der deutschen Haushalte mit bis zu 250 Mbit/s im Internet surfen können.

Jörg Schamberg

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