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Telekom-Tarifstreit: Keine Lösung in Sicht

Es geht um Lohnprozente und um sichere Arbeitsplätze bei Telekom. Die Karten liegen bei den Tarifverhandlungen jetzt auf dem Tisch. Doch zwischen der Forderung von Verdi und dem Angebot des Managements klafft eine große Lücke.

28.03.2014, 13:31 Uhr (Quelle: DPA)
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Begleitet von bundesweiten Warnstreiks bei der Telekom verhandeln Arbeitgeber und Gewerkschaft Verdi seit Donnerstag wieder über einen neuen Tarifvertrag. Zur dritten Gesprächsrunde in Hannover haben die Tarifpartner zwei Tage angesetzt. Beobachter rechnen in dieser Runde noch nicht mit einer Lösung des Tarifkonflikts. Verdi fordert für die rund 72.000 Beschäftigten aus den Bereichen Mobilfunk, Festnetz, Service, Technik sowie der Konzernzentrale 5,5 Prozent mehr Geld und den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen. Das Management der Telekom hatte zuletzt Einkommensverbesserungen von 3 Prozent, verteilt über zwei Jahre, angeboten.

Nachbesserung des Telekom-Angebots unwahrscheinlich

Dass die Telekom im Laufe der Gespräche ihr Angebot nachbessert, ist Beobachtern zufolge möglich, aber nicht wahrscheinlich. Die Gewerkschaft begründete ihre Forderungen unter anderem mit der guten wirtschaftlichen Lage des Unternehmens.

Seit zwei Wochen versucht Verdi mit ganztägigen Warnstreiks Druck auf den Arbeitgeber zu machen. Der Gewerkschaft zufolge legten vorübergehend mehrere Tausend Beschäftigte die Arbeit nieder. Die Proteste sollen bis zum Freitag fortgesetzt werden. Ein Sprecher der Telekom räumte ein, dass die Warnstreiks für die Kunden spürbar seien, unter anderem in Callcentern. Auch im Kundendienst komme es zu Verzögerungen, zum Beispiel bei der Entstörung und der Installation von Anschlüssen.

(Jörg Schamberg)

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