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Telekom-Streik: Verdi lässt Muskeln spielen

Der Verhandlungsführer der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat der Deutschen Telekom einen Streik "weit ins Jahr hinaus" angedroht.

26.05.2007, 11:27 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Der Verhandlungsführer der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat der Deutschen Telekom einen Streik "weit ins Jahr hinaus" angedroht. Das Management des Konzerns wolle offenbar "mit dem Kopf durch die Wand", sagte Lothar Schröder der Zeitung "Die Welt".
Sollte das Unternehmen im Streit um die Auslagerung von 50.000 Mitarbeitern in Servicegesellschaften seine Pläne umsetzen, für die Beschäftigten die deutlich schlechteren Bedingungen der Mobilfunktochter T-Mobile gelten zu lassen, würden sich die Arbeitnehmer daran erinnern, dass Tarifverträge kündbar sind.
Streik auch für Verdi teuer
"In den neuen Gesellschaften wird der Konflikt weitergeführt", sagte der Ver.di-Funktionär. "Dort erlischt die Friedenspflicht, der Streik würde auf T-Service übergreifen und möglicherweise weit ins Jahr hinaus andauern". Die Auseinandersetzung werde "zunehmend verbissen geführt", beklagte Schröder in der Zeitung. "Die Dreistigkeit, mit der hier Billiglöhne als Maßstab herangezogen werden, ist schon einzigartig." Der Streik sei für Verdi nicht billig, räumte Schröder ein. Er sei aber finanzierbar. "Und wir können lange durchhalten."
Nach Lösungsmöglichkeiten befragt, sagte Schröder, er sei bereit, über einen höheren variablen Lohnanteil zu diskutieren. "Und auch über eine begrenzte Verlängerung der Arbeitszeit würde ich mit meiner Verhandlungskommission reden."

(Hayo Lücke)

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