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Telekom soll bestreikt werden

Verdi beklagt unter anderem, dass den Telekom-Aktionären immer mehr Geld ausgeschüttet wird. Diejenigen, die für den Erfolg verantwortlich seien - die Mitarbeiter - gingen jedoch leer aus.

08.05.2006, 09:00 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Vor Beginn der heutigen vierten Runde der Tarifverhandlungen bei der Deutschen Telekom hat die Gewerkschaft Verdi bundesweit mehrere tausend Mitarbeiter des Konzerns zu Warnstreiks aufgerufen. Dies war bereits in der vergangenen Woche angekündigt worden.
Anlass sei die "unverändert starre Haltung des Arbeitgebers", erklärte die Gewerkschaft in Berlin. Verdi fordert für die rund 110.000 Mitarbeiter der Telekom-Festnetzsparte in Deutschland unter anderem eine Lohnsteigerung um sechs Prozent sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen.
Telekom weigert sich bisher
Der Konzern hat die Forderung bislang zurückgewiesen, ohne selbst ein Angebot vorzulegen. Die neue Gesprächsrunde soll am Abend in Berlin beginnen und am Dienstag fortgesetzt werden.
"Die Aktionäre bekommen immer mehr Geld hinterhergeworfen, während für die Beschäftigten angeblich nichts übrig ist", kritisierte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder. Das jüngste Rekordergebnis der Telekom und die Dividendenerhöhung um 16 Prozent seien aber von den Arbeitnehmern erwirtschaftet worden, die an diesem Erfolg ebenfalls beteiligt werden müssten.

(Hayo Lücke)

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