Einsatz von Messfahrzeugen

Telekom: So wird das 5G-Netz optimiert

Messfahrzeuge der Telekom analysieren das neue 5G-Netz der Telekom. Telekom-Techniker können 5G-Standorte anhand der gewonnenen Daten optimieren und etwa die Bandbreiten erhöhen.

Jörg Schamberg, 22.12.2020, 10:37 Uhr
5G Antennen© tanaonte / Adobe Stock

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baut derzeit unter Hochdruck ihr 5G-Netz aus. Rund zwei Drittel der Bevölkerung in Deutschland werden nach Angaben des Bonner Konzerns bereits mit dem schnellen Mobilfunkstandard erreicht. Doch nicht überall ist der 5G-Empfang immer ideal. Zur 5G-Optimierung schickt die Telekom laut einem Beitrag in ihrem Firmenblog Messfahrzeuge quer durchs Land, um vor allem neue, aber auch bestehende Mobilfunkstandorte zu testen und zu messen.

Telekom misst Mobilfunksignal mehrerer Smartphones während der Fahrt

Auf dem Autodach findet sich bei den Messfahrzeugen eine Art Skibox aus Kunststoff. Darin befinden sich in kleinen Schachteln vier Smartphones verschiedener Hersteller. Durch die Box und die Schachteln werde das Mobilfunksignal reduziert und sei etwa mit dem Empfang im Inneren eines PKWs vergleichbar, der durch die Autoscheiben gedämpft werde. Zwischen den Handys sei ein Mobilfunkscanner platziert, der das Mobilfunksignal aufzeichne. Auf dem Rücksitz der Fahrzeuge kommt Messtechnik zum Einsatz, die in Echtzeit alle Daten der Smartphones und des Scanners festhalte.

Es werde verglichen, was vom tatsächlichen Signal bei den Smartphones während der Fahrt ankomme. Abgefahren werden sowohl Autobahnen oder auch große Städte. Die so gewonnenen Daten helfen den Telekom-Technikern bei der Optimierung von Einstellungen und Parametern der 5G-Technik.

Verbindungsaufbau erfolgt noch per LTE - Datenübertragung per 5G

Derzeit benötige 5G noch Unterstützung von LTE, das den Verbindungsaufbau realisiere. Die eigentliche Datenübertragung erfolge dann per 5G. Daher sei eine Feinabstimmung zwischen LTE und 5G erforderlich. Das sei eine Herausforderung, da es verschiedene Frequenzen von LTE und 5G gebe. Nicht jedes Smartphone würde alle Frequenzkombinationen unterstützen.

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5G-Anzeige nur bei aktiver Datenübertragung

Die Telekom informiert in dem Blog-Beitrag auch, warum auf dem 5G-Smartphone häufig nur die LTE-Anzeige statt des 5G-Netzsymbols angezeigt werde. Erst wenn wirklich aktiv Daten übertragen werden, komme die 5G-Anzeige zum Einsatz. Dort wo 5G verfügbar sei, lasse sich der schnelle Mobilfunkstandard auch jederzeit nutzen.

Schnellerer Upload dank Netzoptimierung

Verbessert und beschleunigt habe die Telekom inzwischen auch den Upload per 5G. In der Theorie seien für den Upload per 5G bis zu 165 Mbit/s realisierbar. Bei einer Vor-Ort-Demonstration der Telekom in Bonn konnten Daten mit bis zu 140 Mbit/s ins Netz hochgeladen werden. Vor der Optimierung erreichte der Upload lediglich bis zu 60 Mbit/s.

Für die Netzoptimierung müssen die Telekom-Techniker möglichst viele, anonymisierte Kundendaten analysieren. Dabei gehe es etwa darum, wie bestimmte Smartphone-Modelle mit bestimmten Mobilfunk-Standorten kommunizieren. Derzeit würden aber erst relativ wenige Kunden das 5G-Netz nutzen. Da aber immer mehr 5G-Smartphones wie beispielsweise das iPhone 12 auf den Markt kommen, steige die Zahl der 5G-Nutzer stetig.

Bei der Netzoptimierung gehe es aber nicht nur um Geschwindigkeit. Geplant sei beispielsweise auch die Aktivierung von Features zum Schonen des Smartphone-Akkus. Das Smartphone müsse dann nicht mehr ständig überwachen, ob Daten bereitstehen.

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