Jahresbilanz

Telekom: So kam 2020 der Ausbau von 5G und FTTH voran

Trotz Corona konnte die Deutsche Telekom den Ausbau ihrer Netze mit 5G und FTTH-Glasfaser 2020 deutlich vorantreiben. Und 2021 soll der Netzausbau mit Hochdruck weitergehen.

Jörg Schamberg, 28.12.2020, 12:57 Uhr
Telekom Netzausbau Tiefbauarbeiten© Deutsche Telekom AG

Das Jahr 2020 geht zu Ende und die Deutsche Telekom hat Bilanz gezogen zum Netzausbau in den vergangenen zwölf Monaten. Wie die Telekom am Montag mitteilte, habe es einen deutlichen Zuwachs bei 5G und Glasfaser gegeben. Der Ausbau im Festnetz und Mobilfunk sei trotz der Corona-Pandemie vorangetrieben worden.

5G für 55 Millionen Menschen verfügbar

Der schnelle Mobilfunkstandard 5G stehe nun für 55 Millionen Menschen in Deutschland zur Verfügung. Rund 45.000 Antennen wurden dazu fit für 5G gemacht. Es hätten davon Menschen in über 4.700 Städten und Gemeinden profitiert. Die Telekom-Antennen funken meist auf der 2,1-GHz-Frequenz. Selbst die Hochseeinsel Helgoland sowie die Zugspitze werde bereits mit 5G versorgt.

In 26 Städten gebe es Highspeed-Internet per 5G auf der 3,6-GHz-Frequenz. Auf dieser Frequenz würden bereits mehr als 1.000 Antennen im Livebetrieb funken. Das gelte für die Städte Aachen, Augsburg, Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Darmstadt, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/Main, Hamburg, Hannover, Jena, Kiel, Köln, Leipzig, Ludwigsburg, München, Nürnberg, Saarbrücken, Schwerin, Stuttgart, Wiesbaden und Wolfsburg. Aber auch an Orten wie die Allianz-Arena in München oder den Frankfurter Flughafen finde man inzwischen eine 5G-Versorgung. Bereits jeder zweite Vertrag bzw. Vertragsverlängerung werde aktuell mit einem 5G-Gerät abgeschlossen.

Im Jahr 2021 soll der 5G-Ausbau der Telekom fortgeführt werden. Bis Ende 2021 sollen rund 80 Prozent der Menschen hierzulande mit 5G versorgt werden. Im Zuge der Abschaltung von 3G werden diese Standorte bis Mitte 2021 mit 5G aufgerüstet. Sei eine solche Modernisierung nicht möglich, stehe zumindest LTE zur Verfügung.

Weiter zugelegt habe auch das LTE-Netz: Es versorge nun 98,6 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. In diesem Jahr seien über 5.000 zusätzliche Antennen installiert worden. Zudem gab es im Mobilfunkfunk einen neuen Höchstwert beim Datenvolumen: Rund 1,6 Milliarden Gigabyte an Daten flossen 2020 durch das Telekom-Netz. Stetig zunehmen würde auch das Datenvolumen über 5G.

Corona-Pandemie sorgte für Anstieg von Telefonie- und Datennutzung

Das Festnetz wurde während der Corona-Krise unter anderem durch Homeoffice und Homeschooling stärker beansprucht als gewöhnlich. Die Nutzung von Telefonie und Daten stieg an. Das Anrufvolumen habe während der Lockdown-Phase im Schnitt rund 50 Prozent über dem normalen Wert gelegen. Das Datenvolumen im Festnetz sei im Schnitt um 30 bis 40 Prozent gestiegen. Der Glasfaserausbau rückte in diesem Jahr bei der Telekom in den Fokus. In diesem Jahr kamen rund 600.000 neue Haushalte hinzu, die FTTH nutzen können. Im Vorjahr lag die Zahl der neu realisierten FTTH-Anschlüsse erst bei 270.000. Damit könnten jetzt rund zwei Millionen Haushalte einen Glasfaseranschluss buchen.

Rund zwei Millionen neue FTTH-Anschlüsse jährlich ab 2021

Über 33 Millionen Haushalte in Deutschland können jetzt einen Anschluss mit bis zu 100 Mbit/s buchen. Die Anschlüsse von mehr als vier Millionen Haushalten konnten in diesem Jahr laut Telekom durch das Verlegen von Glasfaser und einer Aufrüstung der Technik beschleunigt werden. In einem nächsten Schritt folge künftig die Verlegung der Glasfaser bis ins Haus. Ab 2021 will die Telekom jährlich jeweils zwei Millionen FTTH-Glasfaseranschlüsse errichten. Derzeit komme das Glasfasernetz der Telekom in Deutschland auf eine Länge von 575.000 Kilometern Glasfaser.

Neben dem eigenwirtschaftlichen Ausbau sowie dem geförderten Ausbau setze die Telekom aber auch auf Kooperationen mit anderen Anbietern. Sie biete ihr eigenes Breitbandnetz Partnern im Rahmen von Wholesale zur Nutzung an. Andererseits realisiere die Telekom ihre Produkte auch in den Netzen anderer Unternehmen. Bei der zukünftigen FTTH-Versorgung gebe es bereits Kooperationen mit Anbietern wie der Deutschen Glasfaser, Süwag oder den Stadtwerken Münster.

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