Neues Leerrohr

Telekom schützt Glasfaserkabel unter der Isar besser vor Hochwasser

Nach einem Hochwasserschaden musste eine zerstörte, unter dem Fluss Isar verlaufende Glasfaserleitung der Deutschen Telekom wieder erneuert werden. Aufwändige Arbeiten standen an.

Jörg Schamberg, 06.10.2020, 10:03 Uhr
HochwasserDurch ein Hochwasser wurde eine Telekom-Glasfaserleitung unter der Isar zerstört. (Symbolbild)© marog-pixcells / Fotolia.com

Ein Hochwasser Ende Mai 2019 hatte für einen Riss der unter der Isar bei Geretsried in der Nähe von Bad Tölz verlaufenden Glasfaserleitung der Deutschen Telekom (DSL-Tarife der Telekom) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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gesorgt. Die Techniker des Bonner Konzerns konnten rasch eine provisorische, oberirdische Lösung realisieren, damit die Kunden schnell wieder ans Netz kamen. Doch wie das Unternehmen in seinem Firmenblog berichtet, sei die Instandsetzung der beschädigten Glasfaserleitung eine technische Herausforderung gewesen.

Oberirdische Glasfaserverlegung als provisorische Lösung

Konkret beschädigt worden sei eine Druckleitung (Düker) unterhalb des Flussbetts, ein Glasfaserkabel der Telekom wurde dabei zerstört. Die Glasfaserleitung verbindet Geretsried mit dem Ort Ascholding, einem Ortsteil der Gemeinde Dietramszell, auf der anderen Isarseite. Der Schaden sorgte laut Telekom für einen Totalausfall von Telefon und Internet in Ascholding. Ein Provisorium sei innerhalb von zwei Tagen in Betrieb genommen worden. An beiden Uferseiten seien dazu Metallgerüste aufgestellt worden zwischen denen ein Tragseil mit Leerrohr über die Isar gespannt wurde. Durch dieses Rohr sei das Glasfaserkabel provisorisch verlegt worden, die Internetleitung verlief somit vorerst oberirdisch.

Kooperation von Telekom und Gemeinde

Die Telekom plante gemeinsam mit der Gemeinde Dietramszell einen neuen Düker unter der Isar, damit die Metallgerüste wieder durch eine dauerhafte Lösung ersetzt werden konnten. Eine Zusammenarbeit bot sich an: Die Gemeinde musste ihre beschädigte Abwasserleitung wieder mit Geretsried verbinden. Abwasserrohr und Glasfaser konnten so gemeinsam verlegt werden. Zunächst standen nach Angaben der Telekom jedoch aufwändige Genehmigungs- und Naturschutzverfahren an.

Glasfaserkabel ist jetzt besser vor Hochwasser geschützt

Im Frühsommer 2020 konnten die Arbeiten dann starten. Zum Einsatz kam das sogenannte Spülbohrverfahren. Ein Bohrer bohrte sich dabei unter dem Wasser durch bis zum Ziel auf der anderen Seite des Isarufers, Schließlich konnte das 270 Meter lange Leerrohr verlegt und die Glasfaserleitung dort eingezogen werden. Das Glasfaserkabel ruht seitdem wieder unter dem Flussbett - in einer Tiefe von fünf Metern statt zuvor drei Metern. Damit sei die Glasfaserleitung bei den kommenden Hochwassern geschützt.

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