Wegen Corona

Telekom: Schließung von Funklöchern verzögert sich

Eigentlich wollte die Telekom bis Ende 2020 Funklöcher in den ersten 50 Gewinner-Kommunen der Aktion "Wir jagen Funklöcher"stopfen. Doch unter anderem Corona sorgte für Verzögerungen. Der Großteil der neuen Standorte wird nun erst 2021 realisiert.

Jörg Schamberg, 04.11.2020, 11:12 Uhr
MobilfunkantenneMit neuen Mobilfunkstandorten will die Telekom Funklöcher schließen. (Symbolfoto)© Gutzemberg / Fotolia.com

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die Aktion "Wir jagen Funklöcher" gestartet. Zusätzlich zum regulären Mobilfunkausbau sollten zunächst 50 weitere Kommunen mit Funklöchern neue Mobilfunkstandorte erhalten. Wegen der großen Nachfrage von 539 Kommunen aus ganz Deutschland hatte die Telekom die Zahl der neuen Standorte sogar auf 100 erhöht. Doch ganz so wie geplant verläuft die Schließung der Funklöcher wohl nicht, wie der Bonner Konzern in seinem Firmenblog eingesteht.

Bis Ende 2020 nur 16 neue Mobilfunkstandorte statt 50

Die Funklöcher in den ersten 50 siegreichen Kommunen wollte die Telekom eigentlich noch in diesem Jahr stopfen. Doch es kommt zu Verzögerungen. Bis Ende 2020 werden zunächst nur 16 neue Mobilfunkstandorte in Betrieb genommen. Die weiteren 32 Standorte sollen im Frühjahr 2021 folgen. Ein Telekom-Sprecher erklärt: "Das liegt zum einen daran, dass dieses Jahr durch Corona gekennzeichnet ist. Damit hatten sowohl die Ämter als auch die Telekom zu kämpfen. Und wir haben doch gesehen, dass es mit den Genehmigungen und den Verfahren nicht ganz so einfach ist, wie wir uns das vorgestellt hatten."

So seien zwei Kommunen, die sich erfolgreich beworben hatten, wieder aus dem Programm gestrichen worden. Es habe zwar einen gültigen Gemeinderatsbeschluss gegeben,doch Mobilfunkgegner hätten in der Bevölkerung Druck gemacht. Die Gemeinden hätten ihre Bewerbungen dann zurückgezogen. Somit gibt es in der ersten Runde der Telekom nur 48 statt 50 Gewinner.

Erste neue Mobilfunkstandorte schließen Funklöcher

Aber die Telekom nennt auch positive Beispiele von Kommunen, in denen neue Mobilfunkstandorte bereits funken. In der hessischen Gemeinde Elz-Malmeneich stehe etwa eine neue Mobilfunkanlage auf dem Feuerwehrhaus zur Verfügung. Und auch das Dorf Lieg am Rand des Hunsrücks in Rheinland-Pfalz profitiere vom Schließen des dortigen Funklochs durch die Telekom. Am Ortsrand sei ein neuer LTE-Mobilfunkmast errichtet worden. Aus Rheinland-Pfalz sind nach Angaben der Telekom die meisten Bewerbungen von Kommunen für die Aktion "Wir jagen Funklöcher" gekommen. In dem Bundesland gebe es viele kleine, ländliche Kommunen.

Teils setzt die Telekom zunächst auf eine Zwischenlösung bis zur Realisierung einer neuen Mobilfunkanlage. Dies sei zum Beispiel im südhessischen Büttelborn geschehen. Dort sei zunächst ein provisorischer Mast auf dem Dach eines Technik-Containers errichtet worden.

Kosten von über 200.000 Euro für Mobilfunkmast

Laut Telekom nimmt der Mobilfunknetzbetreiber jedes Jahr bundesweit rund 2.000 neue Mobilfunkstandorte in Betrieb. 98,4 Prozent der Bevölkerung könnten bereits LTE-Mobilfunk nutzen. Immer häufiger sei auch bereits 5G verfügbar. Lücken gebe es nach wie vor noch vor allem in ländlichen Gebieten. Im Rahmen der Telekom-Aktion würden die Kommunen einen Mobilfunkstandort auf Kosten der Telekom quasi 'geschenkt' bekommen. In der Regel seien das Kosten von über 100.000 Euro. Wird ein neuer Maststandort errichtet, so würden die Kosten dafür sogar bei über 200.000 Euro liegen. Auch viele Bewerber, die nicht zu den siegreichen Kommunen gehören, sollen nicht leer ausgehen. Weitere 180 Standorte nehme die Telekom in ihr Regelausbau-Programm auf.

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