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Telekom schließt DSL-Lücken in 400 Gemeinden

T-Home hat 2008 300 Millionen Euro in den Breitbandausbau investiert, 400.000 Haushalte konnten angeschlossen werden. Gemeinden können den Ausbau vor Ort durch Kooperationen beschleunigen.

07.01.2009, 15:05 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Am Anfang eines neuen Jahres steht häufig auch ein Blick zurück auf das, was im letzten Jahr erreicht wurde. So auch bei der Deutschen Telekom, die jetzt Zahlen zum Ausbau des Breitbandnetzes im Jahr 2008 vorlegte. Dabei seien auch etliche sogenannte "weiße Flecken", ländliche Gemeinden ohne Breitbandversorgung, endlich mit schnellen Internetzugängen versorgt worden.
Kooperationen mit Gemeinden
T-Home-Chef Timotheus Höttges erläuterte, dass im letzten Jahr 400 Gemeinden mit insgesamt 400.000 Haushalten neu an das Breitbandnetz angeschlossen worden seien. Allerdings seien nur 100 Gemeinden in den Genuss des planmäßigen Regelausbaus gekommen. Die anderen 300 Gemeinden mussten mit der Telekom für den Breitband-Ausbau kooperieren. Eine solche Kooperation kann in unterschiedlicher Form erfolgen. Die Gemeinden stellen der Telekom etwa bereits vorhandene Leerrohre zur Verfügung oder aber sie übernehmen auf eigene Rechnung die kostenintensiven Tiefbauarbeiten. Alternativ kann der Telekom der Netzausbau durch finanzielle Zuschüsse oder vereinbarte Mindestkundenzahlen schmackhaft gemacht werden. "Im Gegensatz zu anderen Anbietern investieren wir nicht nur in die lukrativen Ballungszentren, sondern treiben den Breitband-Ausbau auch in den ländlichen Gebieten voran", so Höttges.
Telekom investierte 300 Millionen in den Breitbandausbau
Begrüßt wurde der weitere Breitbandausbau vom Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB). "Auch der ländliche Raum braucht eine Breitbandversorgung, um sein wirtschaftliches Potenzial und die Wachstumschancen nutzen zu können", erklärte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des DStGB. Er freue sich, dass die Telekom ihr Versprechen gehalten habe und eine solch große Zahl von Gemeinden mit schnellem Internet versorgt hat. Durch den Ausbau ist die Telekom nun in der Lage 96 Prozent aller deutschen Haushalte einen DSL-Anschluss anzubieten. Dies ist ein Zuwachs um zwei Prozent innerhalb eines Jahres. Um dies zu erreichen, hat die Telekom insgesamt 300 Millionen Euro in den Ausbau investiert. Gezielt in den Netzausbau in ländlichen Gebieten flossen davon 100 Millionen Euro. Der Ausbau des Breitbandnetzes ist nicht zum Schnäppchenpreis zu haben: pro Kilometer muss für die Kabelarbeiten inklusive Tiefbauarbeiten mit bis zu 50.000 Euro gerechnet werden.
Alternativen zu DSL stehen bereit
Für 2009 verspricht Höttges weitere Fortschritte. "Auch in diesem Jahr werden wir mit jeder interessierten Gemeinde nach Lösungen suchen, wie ihre Bürger schnelle Internetanschlüsse bekommen können", so der T-Home-Chef.
Die Telekom biete aber auch Alternativen zur DSL-Versorgung an. Einerseits können mit DSL via Satellit Downloadraten von bis zu einem Megabit pro Sekunde erreicht werden. Schließlich stehe bundesweit das HSDPA-Netz von T-Mobile zur Verfügung. Flächendeckend könne dabei EDGE-Geschwindigkeit von bis zu 200 Kilobit pro Sekunde genutzt werden.

(Jörg Schamberg)

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