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Telekom prüft Verkauf der Scout24-Gruppe

Es stehen aber noch weitere Beteiligungen auf dem internen Prüfstand. So könnte sich die Telekom von ihrer Beteiligung am britischen Mobilfunker EE trennen.

22.01.2013, 10:21 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom führt erste Gespräche über den Verkauf der Portale ImmobilienScout24, AutoScout24 und FriendScout24. Dies berichtet die Financial Times unter Berufung auf eine Person, die mit dem Vorgang vertraut sein soll. Ein Verkauf der gesamten Scout24-Gruppe könnte 1,5 Milliarden Euro bringen.

Beteiligung am britischen Mobilfunker EE wird auch geprüft

Es stehen aber noch weitere Beteiligungen auf dem internen Prüfstand. So könnte sich die Telekom von ihrer Beteiligung am britischen Mobilfunker Everything Everywhere (EE) trennen. Für die Zukunft der Scout-Portale gibt es mehrere Optionen: Ein Verkauf als Ganzes ist genauso möglich wie eine Aufspaltung in die Einzelteile. Im September 2011 wurde bereits JobScout24 aus dem Verbund gelöst und an den US-Anbieter CareerBuilder abgegeben.

Auch ein Zusammenschluss mit einem Konkurrenten sei möglich. Als mögliche Interessenten werden der Verlag Axel Springer und eBay genannt, die bereits eigene Angebote in den Teilmärkten haben. Es sei aber noch keine Entscheidung über die Zukunft von Scout24 getroffen worden. Eine Bank wurde noch nicht eingeschaltet, bis Ende des Quartals könnte der Prozess jedoch formalisiert werden.

2004 für 180 Millionen gekauft

ImmobilienScout24 ist mit mehr als 7 Millionen Besuchern der größte Marktplatz für Wohnungen und Häuser in Deutschland. AutoScout24 hat hierzulande 13 Millionen Nutzer und ist in 18 Ländern aktiv. Die Scout24-Gruppe wurde 2004 von der damaligen Telekomtochter T-Online International für 180 Millionen Euro gekauft.

(Peter Giesecke)

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