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Telekom plant Supervectoring: Highspeed-Internet mit 250 Mbit/s

Nach VDSL 100 auf Basis von Vectoring denkt die Deutsche Telekom an den Einsatz von Supervectoring mit Bandbreiten von bis zu 250 Mbit/s. Telekom-Deutschlandchef Niek Jan van Damme erklärte gegenüber der "FAZ", dass der Bonner Konzern "mehr Tempo für alle" anstrebe.

24.12.2014, 12:16 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Seit August wird in ersten Orten VDSL 100 auf Basis der Vectoring-Technologie angeboten. Download-Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s lassen sich erreichen. Doch dies ist offenbar nur ein Zwischenschritt, die Deutsche Telekom will die Surfgeschwindigkeit erheblich steigern. Denn der Bonner Konzern steht unter Zugzwang: Die Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland und Unitymedia bieten bereits ein Surf-Tempo von 200 Mbit/s und wollen die Bandbreiten im kommenden Jahr weiter erhöhen. Im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) erklärte Telekom Deutschland-Chef Niek Jan van Damme: "Im Moment gehen wir mit dem Netzausbau in die Fläche, der nächste Schritt ist noch mehr Tempo für alle."

Supervectoring ermöglicht Surfen mit bis zu 250 Mbit/s

Nach Vectoring steht bei der Telekom Supervectoring an. Die neue Technik soll Telekom-Kunden das Surfen mit bis zu 250 Mbit/s ermöglichen. Damit könnte die Telekom mit den Kabelnetzbetreibern gleichziehen. Mit der Erhöhung der Internet-Bandbreiten will die Telekom Marktanteile zurückgewinnen. Die Aufrüstung zur Nutzung von Supervectoring soll nach Angaben der Telekom durch neue Funktionskarten und neue Software für die Schaltverteiler realisiert werden.

Laut "FAZ" könne ein Ausbau innerhalb weniger Monate erfolgen. Allerdings wird Supervectoring eher eine mittelfristige Lösung sein. "In zwei bis drei Jahren werden wir mit dem Ausbau beginnen", so van Damme. Somit ist fraglich, ob die Konkurrenz dann nicht bereits ganz andere Bandbreiten bereithält.

"G fast"-Technik ist schnell, erfordert aber aufwändigen Ausbau

Noch schneller ins Netz könnte es mit der "G fast"-Technik gehen, die Surfgeschwindigkeiten von bis zu 500 Mbit/s erlaubt. Dieser Ausbau wäre jedoch mit erheblichem Aufwand und Tiefbauarbeiten verbunden. Laut van Damme seien Glasfaserkabel bis in jeden Haushalt ideal, die Kunden seien jedoch nicht bereit, die dafür erforderlichen Preise zu zahlen.

(Jörg Schamberg)

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