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Telekom: Online-Kiosk für Leseratten

Online-Vermarktung - ein Ausweg aus der Krise für Zeitungsverlage? Die Telekom ist offenbar überzeugt davon. Und bringt mit "PagePlace" einen digitalen Tummelplatz für Leser und Verlage zu Markt.

01.03.2011, 16:27 Uhr (Quelle: DPA)
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Nach Apple, Google, Yahoo und anderen startet auch die Deutsche Telekom einen digitalen Zeitungskiosk. Der Konzern stellte am Dienstag auf der CeBIT in Hannover den Online-Kiosk PagePlace vor, der in Zusammenarbeit mit mehreren Verlagen den Kauf von digitalen Zeitungs- und Zeitschriftenausgaben sowie Büchern ermöglicht.

Einmal bezahlen, überall nutzen

Der Clou: einmal bezahlt, kann der Nutzer seine Online-Bibliothek mit sich herumtragen wie ein mobiles Bücherregal. Zugriff ist jederzeit möglich, ob per PC, Tablet-Computer oder Smartphone. Auch persönliche Markierungen und Lesezeichen werden automatisch über alle Endgeräte hinweg synchronisiert.

"Mit PagePlace bringen wir den klassischen Zeitschriften-Kiosk ins digitale Zeitalter", erklärte Telekom-Vorstandsmitglied Ed Kozel. "Damit erhalten Verlage eine großartige Gelegenheit, neue Zielgruppen zu erreichen." PagePlace verstehe sich als hersteller- und verlagsunabhängige Plattform.

Die Telekom wickelt auch die Bezahlung ab, über die Telefonrechnung, die Internet-Bezahldienste ClickandBuy und Paypal oder auch mit Kreditkarte. Erste Zielgruppe ist die Kundenbasis der Deutschen Telekom von 24,7 Millionen Festnetzkunden und 34,7 Millionen Mobilfunkkunden in Deutschland.

Kostenlos als App erhältlich

Zum Start steht PagePlace als Online-Shop mit deutscher und englischer Menüführung bereit. Außerdem gibt es Anwendungen für Windows sowie für die mobilen Geräte von Apple, also iPhone, iPod touch und iPad. Android-Geräte und Mac OS folgen im April, so die Telekom. Als App ist PagePlace kostenfrei im App-Store von Apple erhältlich.

Noch ist das Angebot übersichtlich: Als überregionale Tageszeitung ist lediglich die Süddeutsche verfügbar. Die Wochenblätter sind mit dem "Handelsblatt" und der "Zeit" vertreten. Auch das Mode-Magazin "Für Sie" und regionale Ausgaben des Veranstaltungblatts "Prinz" stehen zum Download bereit.

(Dorothee Monreal)

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