Pilotprojekt

Telekom: Neue Verlegemethode beschleunigt Glasfaser-Ausbau

Bis zu drei Kilometer Glasfaserkabel pro Tag lassen sich mit einer neuen Fräsmethode verlegen, die die Deutsche Telekom in Bayern testet. Zudem bringe das neue Verfahren eine Ersparnis von bis zu 50 Prozent.

Jörg Schamberg, 29.08.2019, 15:45 Uhr
Kabeltrommel© Maimento / Fotolia.com

Bonn - In der bayerischen Gemeinde Schnaittach testet die Deutsche Telekom (DSL-Tarife der Telekom) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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derzeit im Rahmen eines Pilotprojektes eine neue Verlegemethode zum schnelleren Glasfaser-Ausbau. Fräse-Technologien wie Micro-Trenching gibt es schon länger und wurden auch von der Telekom bereits ausprobiert. Mit dem neuen Verfahren, das von der österreichischen Firma Layjet entwickelt worden sei, erfolge das Auffräsen des Bodens seitlich neben dem Straßenasphalt, das Verlegen des Glasfaserkabels bzw. der Leerohre und das Zuschütten des gefrästen kleinen Grabens mit einem Gerät. In einem Arbeitsschritt werde somit die komplette Glasfaser verlegt. Das erläutert der Bonner Konzern in einem Video auf seinem YouTube-Channel.

Neue Glasfaser-Verlegemethode schneller und günstiger

Bislang verlege die Telekom in der offenen Bauweise rund 300 Meter Glasfaserkabel pro Tag. Mit der neuen Methode ließen sich 1,5 bis 3 Kilometer und somit die bis zu zehnfache Strecke mit Glasfaser ausbauen. Je nach Bodenbeschaffenheit werde der Ausbau zwischen 30 bis 50 Prozent günstiger.

Nur für den Ausbau außerorts geeignet

Das Verfahren sei noch nicht von der Telekom zertifiziert. In Schnaittach werde das neue Verfahren beim Glasfaser-Ausbau für 400 Haushalte getestet. Damit das Verfahren für den Glasfaser-Ausbau außerorts von Gemeinden Standard bei der Telekom werden könne, müsse der Bonner Konzern die Träger der jeweiligen Straßen auf seine Seite bekommen. Denn die Straßenträger müssten den Einsatz des Verlegeverfahrens genehmigen.

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