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Telekom muss Pläne für Glasfasernetz präzisieren

Nach Angaben der Bundesnetzagentur verhandelt die Telekom mit Wettbewerbern über die Nutzung des neuen Hochgeschwindigkeitsnetzes.

15.03.2006, 20:54 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, erwartet von der Deutschen Telekom eine Präzisierung ihrer Pläne für das neue Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetz VDSL. Die Telekom müsse sagen, welche Produkte sie über das neue Glasfasernetz anbieten wolle, sagte Kurth dem "Tagesspiegel" (Donnerstagsausgabe). Es sei "unglaublich schwer", die Frage, ob es sich um ein neues Angebot handele, abstrakt zu beantworten. Die Telekom verlangt, in dem neuen Glasfasernetz nicht reguliert zu werden - mit der Begründung, es handele sich um einen neuen Markt.
Er habe die Telekom immer aufgefordert, Gespräche mit den Wettbewerbern zu führen, sagte Kurth weiter. Nun gebe es erste Signale, dass die Telekom daran denke, dieses Netz auch für andere zu öffnen. "Wir sind in der Diskussion also schon ein bisschen weiter gekommen", sagte Kurth. "Ich glaube, die Alternative, alle anderen Wettbewerber rauszuhalten, verfolgt auch die Telekom nicht mehr." Freiwillige marktgerechte Angebote an die Wettbewerber seien "ein Indiz dafür, dass die Regulierung sich zurückhalten kann".
Sollte die Telekom bei dem geplanten Hochgeschwindigkeitsnetz von der Regulierung freigestellt werden, hat EU-Kommissarin Viviane Reding Deutschland bereits ein Vertragsverletzungsverfahren angedroht. Kurth plädierte in der Angelegenheit zu mehr Gelassenheit. "Das Ganze ist noch nicht einmal vom Kabinett beschlossen." Er selbst sei auch daran interessiert, "dass noch einiges geklärt wird - auch um mögliche Bedenken der Kommission auszuräumen".

(Hayo Lücke)

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