Quartalszahlen

Telekom mit starkem Kundenwachstum - Gewinn bricht aber ein

Die Deutsche Telekom konnte im vierten Quartal einen Rekord bei neuen glasfaserbasierten Anschlüssen vermelden, auch die Zahl der Mobilfunkkunden stieg. Eine milliardenschwere Abschreibung belastete jedoch den Konzerngewinn.

Jörg Schamberg, 02.03.2017, 10:53 Uhr
Telekom-Zentrale© Deutsche Telekom AG

Bonn - Die Deutsche Telekom (www.telekom.de/dsl Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) meldet für das Jahr 2016 ein Rekordwachstum bei Glasfaseranschlüssen. Demnach kamen im vierten Quartal des vergangenen Jahres 373.000 Glasfaser-basierte Anschlüsse (FTTH, FTTC und vor allem Vectoring) hinzu. Im gesamten Jahr 2016 stieg die Zahl solcher Glasfaseranschlüsse um 1,33 Millionen auf 4,25 Millionen. Das ist ein Plus von 45,4 Prozent gegenüber 2015. Das geht aus den am Donnerstag vorgelegten Geschäftszahlen für das vierte Quartal von Anfang Oktober bis Ende Dezember 2016 hervor.

12,92 Millionen Breitbandkunden - 2,88 Millionen EntertainTV-Kunden

"Wir haben erneut zuverlässig geliefert, was wir versprochen haben", sagte Telekom-Chef Tim Höttges. "Basis unseres starken Wachstums bleiben dabei die hohen Investitionen in unsere Netze." Im vierten Quartal gewann das Unternehmen zudem 87.000 Neukunden bei den Breitband-Anschlüssen hinzu, deren Zahl bis Ende Dezember auf 12,92 Millionen anstieg. Die Telekom konnte die Zahl ihrer EntertainTV-Kunden per IPTV und Sat 2016 um 196.000 auf rund 2,88 Millionen steigern. Das IPTV-Angebot EntertainTV gibt es aktuell ein Jahr ohne Aufpreis zu einem MagentaZuhause-Festnetztarif mit VDSL-Speed dazu.

Zahl der Festnetzanschlüsse sinkt weiter - bereits 9,04 Millionen IP-Anschlüsse

Das Geschäft mit Festnetzanschlüssen blieb aber rückläufig und schrumpfte im vergangenen Jahr um 441.000 auf noch rund 19,79 Millionen Anschlüsse (- 2,2 Prozent). Im vierten Quartal verzeichnete die Telekom hier ein Minus von 87.000 Anschlüssen. Die Umstellung auf IP-Technologie geht weiter rasant voran. Ende Dezember verwaltete die Telekom bereits 9,04 Millionen IP-Anschlüsse, eine Zunahme um rund 2,16 Millionen bzw. 31,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Zahl der Teilnehmeranschlussleitungen der Telekom ging 2016 um 855.000 auf rund 7,2 Millionen (- 10,6 Prozent) weiter zurück.

Starker Zuwachs bei Mobilfunk-Vertragskunden

Im Mobilfunk-Bereich wuchs die Zahl der Kunden im vierten Quartal um 388.000 auf 41,85 Millionen. Im gesamten vergangenen Jahr konnte die Telekom rund 1,48 Millionen neue Mobilfunkkunden gewinnen. Die Zahl der lukrativen Vertragskunden kletterte von Anfang Oktober bis Ende Dezember 2016 um 514.000 auf rund 25,22 Millionen. Ende 2016 nutzten rund 3 Millionen Kunden das Kombiangebot MagentaEINS. Diese Kundenzahl hatte die Telekom eigentlich erst für 2018 anvisiert. Erfolgreich verlief das Mobilfunkgeschäft auch bei der Tochter T-Mobile US, die ihre Kundenzahl 2016 um 8,2 Millionen auf 71,5 Millionen steigern konnte.

Gutes US-Geschäft - Umsatz in Deutschland geht zurück

Der Konzernumsatz der Telekom kletterte im Geschäftsjahr 2016 vor allem wegen des guten US-Geschäfts um 5,6 Prozent auf 73,1 Milliarden Euro. Mehr als zwei Drittel der Umsätze werden im Ausland generiert. In Deutschland lag der Umsatz bei 22,0 Milliarden Euro – ein Rückgang um 1,7 Prozent im Jahresvergleich. Als Ursachen nennen die Bonner geringere Endgeräteumsätze im Mobilfunk und der weitere Rückgang des klassischen Telefongeschäfts. Diese konnte das Unternehmen mit dem Wachstum im Breitbandgeschäft noch nicht ganz ausgleichen.

Abschreibung auf BT-Beteiligung in Höhe von 2,2 Milliarden Euro

Der Konzerngewinn wurde durch eine im vierten Quartal erfolgte Abschreibung in Höhe von 2,2 Milliarden Euro wegen der Beteiligung an der britischen BT deutlich belastet und ging 2016 um 18 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zurück. Die BT-Beteiligung hatte wegen des anstehenden BREXIT deutlich an Wert verloren. Im laufenden Jahr will die Telekom ihren Umsatz steigern und weiter wachsen. Aktionären zahlt das Unternehmen eine Dividende von 60 Cent (+ 5 Cent) je Aktie.

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