LTE-Abdeckung

Telekom: LTE-Ausbau an Verkehrswegen bleibt eine Herausforderung

Die Deutsche Telekom hat zwar bundesweit die Auflagen der Bundesnetzagentur für den LTE-Ausbau erfüllt, in einigen Bundesländern sowie entlang von Autobahnen und Schienenwegen gibt es aber noch Versorgungslücken.

Jörg Schamberg, 15.04.2020, 13:11 Uhr
Zug96,4 Prozent des Schienennetzes versorgt die Telekom mit LTE.© Petair / Fotolia.com

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hat nach eigenen Angaben die im Zuge der Frequenzauktion 2015 von der Bundesnetzagentur erstellten bundesweiten Versorgungsauflagen beim LTE-Ausbau erfüllt. Das LTE-Netz der Telekom habe Ende 2019 98,1 Prozent der deutschen Haushalte erreicht. Bundesweit hatten die Auflagen eine Versorgung von 98 Prozent und in den einzelnen Bundesländern von 97 Prozent vorgesehen. In einigen Bundesländern wurden die Vorgaben jedoch zum Ende des vergangenen Jahres noch verfehlt.

Bundesweit über 30.000 Mobilfunkstandorte im Telekom-Netz

Die Telekom investiere jährlich mehr als fünf Milliarden Euro in die Infrastruktur in Deutschland. 2019 seinen im Schnitt täglich rund vier neue Standorte in Betrieb genommen worden. Unter dem Strich seien dies 1.380 gewesen. Zusätzlich seien 560 Standorte erstmals mit LTE aufgerüstet worden. In diesem Jahr seien bislang weitere 330 neue Standorte in Betrieb gegangen. Insgesamt würden jetzt bundesweit über 30.000 Mobilfunkstandorte im Telekom-Netz funken.

Die LTE-Haushaltsabdeckung des Telekom-Netzes Ende 2019 nach Bundesländern

  • Bayern 97,6 Prozent
  • Berlin 99,9 Prozent
  • Brandenburg 97,5 Prozent
  • Bremen 99,9 Prozent
  • Baden-Württemberg 96 Prozent
  • Hessen 98,4 Prozent
  • Hamburg 99,9 Prozent
  • Mecklenburg-Vorpommern 97,5 Prozent
  • Niedersachsen 98,6 Prozent
  • Nordrhein-Westfalen 99,3 Prozent
  • Rheinland-Pfalz 96,5 Prozent
  • Saarland 95,4 Prozent
  • Sachsen 98,1 Prozent
  • Sachsen-Anhalt 98,5 Prozent
  • Schleswig-Holstein 98,5 Prozent
  • Thüringen 97,0 Prozent

Bis zum Frühsommer 2020 wird LTE-Abdeckung von 97 Prozent in allen Bundesländern erreicht

Nachholbedarf bestand Ende 2019 noch in den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland. Seither sei der LTE-Ausbau in diesen Bundesländern jedoch forciert worden. Im Saarland liege die LTE-Versorgung der Telekom inzwischen bei 97,3 Prozent. In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg will die Telekom bis zum Frühsommer die Marke von 97 Prozent erreichen.

LTE-Versorgung von Autobahnen und Schienenwegen noch verbesserungsfähig

Als Herausforderung sieht die Telekom weiterhin die Versorgung der Verkehrswege, dies gelte für alle Netzbetreiber. Die Telekom spreche daher auch mit Verkehrsunternehmen wie der Deutschen Bahn. Die Autobahnen seien zu 97,6 Prozent mit LTE abgedeckt, bei den Schienenstrecken seien es 96,4 Prozent. Es aber aber noch zu viele Verbindungsabbrüche. Verzögerungen bei den Genehmigungen und eine schwierige Standortsuche entlang der Verkehrswege bremsen den Ausbau aus. Eine 100-prozentige Versorgung mit Standorten entlang von Autobahnen und ICE-Strecken sei zwar von der Telekom beplant worden, einige dieser Standorte konnten wegen verschiedener Ausbauhindernisse bislang aber noch nicht fertiggestellt werden.

"Mobilfunkausbau ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wir bauen bereits über unsere Verpflichtungen hinaus und könnten heute schon eine noch höhere LTE-Versorgung haben, wenn es nicht an vielen Orten so schwierig wäre, neue Antennenstandorte zu bekommen und Genehmigungen zu erhalten", sagt Telekom Deutschland-Chef Dirk Wössner. "Wir können aber nicht bauen, wenn wir keinen genehmigten Standort haben. Bürger, Politik und Industrie sind sich weitestgehend einig, dass Ausbauhemmnisse beseitigt werden müssen. Konkret wünsche ich uns allen deutlich einfachere Verfahren, standardisierte Prozesse und eine größere gesellschaftliche Akzeptanz für den Bau von Mobilfunkmasten.“

In den kommenden vier Jahren werde die Telekom bundesweit bis zu 10.000 neue LTE-Mobilfunkstandorte bauen, die Hälfte davon würden im ländlichen Raum entstehen.

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