Bessere Inhouse-Versorgung

Telekom: LTE 900 startet in ersten Städten

Die Deutsche Telekom nimmt in ersten Städten LTE 900 auf der Frequenz um 900 MHz in Betrieb. Die LTE-Versorgung in Gebäuden soll sich deutlich verbessern. Zudem baut die Telekom ihre Mobilfunkstandorte auf Single RAN um.

4G© Alexander Sikov / Fotolia.com

Bonn – Die Deutsche Telekom (www.telekom.de/handy) hat am Freitag den Startschuss für den großflächigen Rollout von LTE 900 gegeben. Die Nutzung des Frequenzbandes um 900 MHz sei besonders geeignet, um das Mobilfunksignal tiefer in Gebäude und Wohnhäuser zu verbreiten. Die Inhouse-Versorgung werde deutlich verbessert.

Telekom will LTE bis Ende 2019 überall anbieten

Mit Hilfe dieser Frequenz will die Telekom "bis Ende 2019 LTE überall anbieten können, wo heute mobile Telefonie bereits möglich ist", so Walter Goldenits, Technik-Chef der Telekom. Die ersten Standorte in Städten wie Bonn, Köln, Leipzig, Berlin und Stuttgart würden nun in Betrieb genommen. Bis Ende 2017 soll das neue LTE 900 dann bereits an über 4.000 Standorten zur Verfügung stehen. Zusatzkosten für die Kunden gebe es durch die Nutzung von LTE 900 nicht: Ein Tarifwechsel oder die Buchung einer Zusatzoption sei nicht erforderlich.

Das lange Jahre für das GSM-Netz genutzte 900-MHz-Frequenzband war 2015 von der Bundesnetzagentur neu versteigert worden. In den vergangenen Wochen hatten die Telekom und Vodafone eine umfangreiche Umsortierung (Reshuffling) ihrer bisherigen GSM-Frequenzen vorgenommen. Die Telekom könne ihre ersteigerten Frequenzblöcke nun optimal nutzen. "Wir haben jetzt als einziger Netzbetreiber 15 MHz Bandbreite auf der 900 MHz Frequenz und werden diesen Vorteil nun für unsere Kunden voll ausspielen", betont Goldenits. Auch breitbandige Mobilfunktechnologie lasse sich zukünftig in diesem Frequenzbereich nutzen.

Umbau der Technik auf Single RAN

Die Telekom habe zudem mit dem Austausch der kompletten Netztechnik begonnen. Künftig werde es dank Umbau der Technik auf Single RAN (Single Radio Access Network) an den Standorten nur noch eine Hardware-Einheit sein, die sowohl GSM, UMTS als auch LTE verarbeiten kann. Unter anderem sei der Parallelbetrieb von 2G und 4G auf verschiedenen Frequenzbändern möglich.

Mit LTE 900 und Single RAN bereite sich die Telekom auf den neuen, schnellen Mobilfunkstandard 5G vor, der bis 2020 in Deutschland eingeführt werden soll. Zum Übertragen von Daten für das Internet der Dinge werde die Telekom zukünftig die Frequenzbänder 800 und 900 nutzen.

Jörg Schamberg

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