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Telekom lässt es notfalls auf Streik ankommen

Selbstverständlich würde sich sein Unternehmen nicht über einen Streik freuen, "wenn es aber sein muss, muss es sein", sagte Telekom-Personalvorstand Karl-Gerhard Eick der "Süddeutschen Zeitung".

30.03.2007, 10:01 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Im Tarifstreit mit der Gewerkschaft will es die Telekom notfalls auch auf einen Streik ankommen lassen. Selbstverständlich würde sich sein Unternehmen nicht über einen Streik freuen, "wenn es aber sein muss, muss es sein", sagte Personalvorstand Karl-Gerhard Eick der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe).
Verdi erntet Kritik
Eick warf dabei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vor, durch ihren Widerstand gegen die von der Telekom geplante Umstrukturierung Arbeitsplätze zu gefährden. "Dem Management geht es eindeutig um die Sicherung der 50.000 Arbeitsplätze. Derjenige, der dabei ist, Arbeitsplätze zu vernichten, ist Verdi".
Verdi: Keine Auslagerung
Verdi wolle nicht nur alte Besitzstände wahren, sondern auch neue aufbauen, beispielweise durch eine 34-Stunden-Woche bei den T-Mobile-Callcentern oder weitere Lohnerhöhungen bei T-Service, sagte Eick: "Das würde ganz sicher Arbeitsplätze vernichten." Die Tarifverhandlungen mit Verdi waren Ende vergangener Woche angelaufen und sollen am 3. und 4. April fortgesetzt werden. Verdi fordert den Verzicht auf die geplante Auslagerung von 50.000 Beschäftigten in eine neue Service-Gesellschaft und bezeichnet dies als unsinnig und unnötig.

(Denise Bergfeld)

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