Erfassung von Oberflächendaten

Telekom: Künstliche Intelligenz beschleunigt Glasfaserausbau

Der Einsatz künstlicher Intelligenz, die selbstständig anhand gesammelter Bilddaten Oberflächen von Straßen und der Umgebung erkennt, soll die Planung des Glasfaserausbaus der Deutschen Telekom vereinfachen.

Jörg Schamberg, 17.11.2020, 15:50 Uhr
Glasfaser Kabel Ausbau© ChiccoDodiFC / Adobe Stock

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setzt für die Planung von Glasfaserausbau-Projekten auch künstliche Intelligenz ein. Mit aufwändiger Messtechnik in Form von Kameras und Laserscanner ausgestattete, magentafarbene Transporter fahren dazu durch Deutschland und sammeln Daten für den Netzausbau. Das erläutert die Telekom in ihrem Firmenblog.

Oberflächendaten für Planungstool der Telekom

Das Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik (IPM) in Freiburg im Breisgau habe die Technik zur Beschleunigung des Glasfaserausbaus zusammen mit der Telekom entwickelt. Konkret erfassen die Messwagen die gesamte Umgebung mit Bildern und Daten. Die Daten werden in einem Planungstool für den Glasfaserausbau der Telekom verwendet. Am Bildschirm sollen sich die Trassen für die Glasfaserleitungen damit recht genau planen lassen. Es sei weniger Aufwand für Vermessungen und Vorarbeiten erforderlich.

Die künstliche Intelligenz könne Oberflächendaten automatisch erkennen. Das Messfahrzeug fotografiere an bestimmten Stellen Oberflächen wie Asphalt oder Kopfsteinpflaster. Die KI erkenne anhand der Bilder die Umgebung sowie 30 relevante Oberflächenklassen und speise die Daten in das System ein. Für die Telekom sind die vor Ort anzutreffenden Oberflächen bei der Planung des Glasfaserausbaus wichtig. Von Bedeutung sei, ob die Glasfaserleitung beispielsweise in Asphalt, Kopfsteinpflaster oder Schotter etc. verlegt werden muss.

Künstliche Intelligenz musste erst lernen - künftig auch Erfassung des Untergrundes?

Für das Anlernen des Algorithmus seien in ganz Deutschland über eine Million Bilddaten gesammelt worden. Die Fotos mussten zu allen vier Jahreszeiten und bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen aufgenommen werden. Der Algorithmus kann auch Laubbäume von Nadelbäumen unterscheiden. Das sei wichtig, da die Baumarten unterschiedliche Wurzeln haben. Daher weiß der Tiefbautrupp der Telekom, wie weit in den Untergrund gegraben werden muss. Wurzeln müssen beim Verlegen der Glasfaserleitungen möglichst großzügig umgraben werden.

Die künstliche Intelligenz soll weiter verbessert werden und künftig auch Oberflächen unter geparkten Autos am Straßenrand erkennen. Denkbar sei auch ein Erfassen des Untergrundes mit Georadarsystemen, um die Ausbauplanung noch detaillierter zu machen.

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