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Telekom: Keine eigene Sendelizenz notwendig

Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten hat beschlossen, dass die Telekom die geplanten Bundesliga-Sendungen über das VDSL-Netz verbreiten darf.

13.07.2006, 18:44 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom muss keine Befürchtungen mehr haben, am 11. August mit den von Premiere produzierten Bundesliga-Sendungen nicht an den Start gehen zu können. Sie benötigt für ihr geplantes Bundesliga-Fernsehen auf Basis des IPTV-Standards keine eigene Sendelizenz. Das wurde heute von der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten beschlossen.
Premiere produziert
"Wir haben die Verträge eingesehen und es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass die Programmverantwortung nicht bei Premiere liegt", sagte Reinhold Albert, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten heute. Damit kann die Telekom mindestens die kommenden drei Spielzeiten über das Internet an schnellen VDSL-Anschlüssen Livespiele der Fußball Bundesliga und 2. Bundesliga zahlen. Sie zahlt dafür an die Deutsche Fußball Liga pro Saison etwa 40 Millionen Euro.
Sollte die Telekom weitere Rechte, etwa an Spielfilmen, erwerben, würde sich die Frage der Staatsferne erneut stellen, ergänzte Albert. "Es würde dann eine neue Bewertung geben." Albert begrüßte grundsätzlich die Aussagen von Telekom-Vorstand Walter Raizner, wonach die Telekom nicht als Veranstalter von Fernsehprogrammen, sondern als Infrastrukturanbieter auftreten wolle.

(Hayo Lücke)

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