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Telekom: "Jobwunder" beim Taumelnden Riesen

Der Bonner Konzern will bis 2012 rund 4.000 Experten und Hochschulabsolventen einstellen. Außerdem sollen Auszubildende und Frauen zeigen, was sie können.

19.04.2010, 17:31 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom tritt 2010 offenbar aufs Gaspedal – vielleicht, um das Image vom Taumelnden Riesen endlich abzuschütteln. Erst kauft der Bonner Konzern den Internet-Zahlungsdienstleister Click&Buy, dann will er die Mehrheit am ehemaligen serbischen Staatsmonopolisten Telekom Srbija übernehmen und nun auch noch die Mitarbeiterzahl aufstocken.

Tausende in Lohn und Brot

Mehrere tausend Menschen sollen beim ehemaligen Monopolisten in Lohn und Brot kommen. Gesucht werden Softwarespezialisten, Produktdesigner, Kundenprofis und Betriebswirte. Sie kommen zum Teil aus den eigenen Reihen: Über die nächsten drei Jahre erhalten nach Konzernauskunft 4.700 interne Nachwuchskräfte unbefristete Arbeitsverträge. Außerdem sollen bis 2012 über 4.000 Experten und Hochschulabsolventen die Reihen verstärken.

Bis einschließlich 2013 müssen 8,7 Prozent der deutschen Telekom-Belegschaft aus Auszubildenden bestehen. Um diese Vorgabe zu erfüllen, stellt der Konzern innerhalb der nächsten vier Jahre bis zu 13.000 Azubis und duale Studenten ein.

Laut Personalvorstand Thomas Sattelberger will der Rosa Riese unter anderem Flagge zeigen gegen den Trend zu befristeten Arbeitsverträgen. "Zeitverträge können gerade in schwierigen Zeiten Brücken bauen", so Sattelberger. Talentierte Mitarbeiter müsse man aber mit Perspektive und festen Verträgen ans Haus binden. Schließlich drohe am Horizont ein massiver Fachkräftemangel, vor allem in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik .

Karrierechance für Frauen

Ob eigennützige Interessen im Vordergrund stehen oder nicht: Wie die "Frankfurter Allgemeine" ausführt, bietet der Bonner Arbeitgeber hierzulande wohl derzeit die größten Chancen auf eine neue Stelle. Vor allem Frauen werden wohl in Kürze Bewerbungspost losschicken, seit sich der Konzern zur Frauenquote bekennt. Bis Ende 2015 sollen 30 Prozent der oberen und mittleren Telekom-Führungspositionen mit Frauen besetzt sein. Und nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

(Dorothee Monreal)

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