Gigabit-Anbindung

Telekom: Insel Helgoland erhält Richtfunkverbindung zum Festland

Zwischen Helgoland und dem Festland hat die Telekom eine 64 Kilometer lange Richtfunkstrecke realisiert. Diese dient zur Übertragung von Kommunikation der Deutschen Flugsicherung.

Jörg Schamberg, 14.09.2021, 10:43 Uhr
Telekom© Deutsche Telekom AG

Die deutsche Nordseeinsel Helgoland ist fast 50 Kilometer vom deutschen Festland entfernt. Die Deutsche Telekom (Angebote der Telekom) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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hat jetzt zwischen Helgoland und der niedersächsischen Stadt Cuxhaven auf dem Festland eine rund 64 Kilometer lange Richtfunkstrecke errichtet. Nach Angaben des Bonner Konzerns handele es sich dabei um die längste und modernste Richtfunkverbindung des Unternehmens. Das teilte die Telekom am Dienstag in ihrem Firmenblog mit.

Übertragung von Daten der Deutschen Flugsicherung mit bis zu 1 Gbit/s

Über die "Skylink" genannte Richtfunkstrecke lassen sich Daten mit bis zu 1 Gbit/s transportieren. Zum Surfen im Internet für die rund 1.300 auf Helgoland lebenden Menschen sei die Verbindung zwischen der Insel und dem Festland allerdings nicht gedacht. Dafür sorge bereits eine Glasfaseranbindung per Seekabel. Stattdessen dient der Richtfunk dem Transport von Daten der Deutschen Flugsicherung für den gesamten norddeutschen Raum im Radius von rund 200 Kilometern. Übertragen werde der Sprechfunkkontakt zwischen Piloten und Fluglotsen.

Richtfunk sorgt für Ausfallsicherheit des Funkkontakts im Flugverkehr

Die Richtfunkverbindung fungiere vor allem als Backup-Möglichkeit für einen Ausfall der Übertragung der Kommunikation per Kabel zwischen Helgoland und dem Festland. Denn eine Unterbrechung des Funkkontakts im Flugverkehr dürfe es aus Sicherheitsgründen nicht geben. Für die Richtfunkstrecke habe die Telekom zwei große Antennen auf dem 113 Meter hohen Funkturm auf Helgoland installiert. Telekom-Experte Kevin Baier weist darauf hin, dass bei einer Strecke von 64 Kilometern über das Meer Gezeiten und die Erdkrümmung für Reflexionen sorgen, die das Signal stören könnten. An beiden Gegenstellen werden jeweils zwei Antennen-Schüsseln in genau definierten Abständen genutzt. Je nach Reflexion könne immer ein störungsfreies Signal errechnet werden.

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