News

Telekom hilft nicht mehr bei der Spionageabwehr

Wie die WirtschaftsWoche berichtet, will der Telekom-Chef René Obermann anderen Unternehmen nicht mehr beim Aufspüren von illegalen Abhörmechanismen helfen.

09.05.2009, 13:57 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Der Chef der Deutschen Telekom, René Obermann, setzt die Group Business Security, die bislang großen Unternehmen beim Aufspüren von illegalen Abhörmechanismen unter die Arme griff, nur noch intern ein. Dies berichtet die Wirtschaftswoche (WiWo) am heutigen Samstag.
Der Grund ist die Spitzelaffäre
Die WiWo beruft sich dabei auf Sicherheitskreise, aus denen hervorgehe, dass René Obermann kurz nach der Spitzelaffäre eine entsprechende Anweisung gegeben hatte. Der Anti-Spionage-Bereich soll sich nur noch auf den Abhörschutz im eigenen Konzern fokussieren und die Arbeit für andere Firmen einstellen. Aufgrund der Kontakte zwischen den Mitarbeitern des Bereichs und der betroffenen Sicherheitsabteilung, sei dies zu riskant geworden. "Im Sinne unserer Kunden, die eine so sensible Dienstleistung von uns fordern, warten wir die vollständige Aufklärung durch die Ermittlungsbehörden ab", zitiert die WiWo die Telekom. Aktuell werden dem Bericht zufolge die neuen Sicherheitsstandards für die inländischen Niederlassungen auf die Telekom-Töchter in anderen Ländern übertragen.
Die Aufgabe der Group Business Security ist die konzernweite Sicherung der Geschäfts- und Kundeninformationen gegen unberechtigten Zugriff. Hierfür sind rund 360 Mitarbeiter verantwortlich. Wie die WiWo berichtet, genoss der Anti-Spionage-Bereich ein besonders hohes Ansehen.

(Saskia Brintrup)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang