Flächendeckender Glasfaserausbau unrealistisch?

Telekom: Glasfaser für jeden Kunden auf Wunsch - auf eigene Kosten

Ein flächendeckender Glasfaserausbau in Deutschland lässt sich nach Ansicht von Telekom Deutschland-Chef Niek Jan van Damme aus wirtschaftlichen Gründen nicht umsetzen. Die Telekom teste laut "Welt am Sonntag" aber einen Glasfaseranschluss auf Wunsch. Doch dies könne für die Kunden teuer werden, da sie die Kosten übernehmen sollen.

Jörg Schamberg, 21.02.2016, 19:17 Uhr
Telekom© Deutsche Telekom AG

Berlin - Die Deutsche Telekom (www.telekom.de/dsl Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) setzt aktuell auf eine Beschleunigung des eigenen Netzes mittels Vectoring. Einen flächendeckenden Glasfaserausbau in Deutschland sieht der Bonner Konzern dagegen offenbar nicht als realistisch an. "Die 80 Milliarden Euro, die ein flächendeckender Glasfaserausbau kostet, hat niemand", erklärte Telekom Deutschland-Chef Niek Jan van Damme jetzt gegenüber der "Welt am Sonntag".

Telekom will Kupferleitungen weiter ausreizen

Stattdessen soll vor allem das veraltete Kupferkabel weiter genutzt und modernisiert werden. "Warum sollten wir nicht erst die Kupferleitungen ausreizen, da ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht", so van Damme. Es müsse zur Verlegung von Glasfaserleitungen nicht ganz Deutschland aufgebuddelt werden. Der Bandbreitenbedarf lässt sich nach Ansicht der Telekom in den kommenden Jahren durchaus noch über das bestehende Kupfernetz befriedigen.

Wer dennoch per Glasfaser surfen möchte: Die Telekom teste, ob jedem Kunden auf Wunsch ein Glasfaseranschluss zur Verfügung gestellt werden kann. Die Kosten müssten die Kunden aber selber tragen. "Aber das kann teuer für ihn werden", betont der Telekom-Manager.

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