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Telekom Festnetz-Chef van Damme: "Das mobile Internet in Deutschland rockt!"

Weil die Nachfrage nach mobilen Internetverbindungen steigt, investiert die Deutsche Telekom Milliarden in ihre Netze. Außerdem werden ab dem 15. März alle Telekom-Hotlines kostenlos nutzbar sein.

Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom will in den kommenden drei Jahren weltweit 30 Milliarden Euro investieren, um die eigenen Netze fit für die Zukunft zu machen. Das kündigte Konzernchef René Obermann am Montag auf der CeBIT in Hannover an. Allein in Deutschland sollen 12 Milliarden Euro investiert werden. So könne das Fundament für künftiges Wachstum gelegt werden.

Das durchschnittliche Datenvolumen pro Nutzer steigt

Der Telekom sei viel daran gelegen, die eigenen Kunden mit einer möglichst optimalen Netzqualität zufrieden zu stellen. Dafür sei es notwendig, zu investieren. Schon allein vor dem Hintergrund, dass der Absatz von Tablets und Smartphones in den kommenden Jahren weiter deutlich zulegen werde. Denn diese Endgeräte werden immer mehr Datenvolumen verursachen. Nutzt ein typischer Smartphone-Nutzer heute im Schnitt 450 Megabyte Datenvolumen, dürften es 2018 nach Berechnungen von Marktforschern schon 1,9 Gigabyte sein. Ähnlich sieht es bei der Tablet-Nutzung aus, wo das Volumen von heute 600 Megabyte auf 2,7 Gigabyte zulegen werde.

Kostenlose Hotlines für alle Telekom-Kunden

Damit die Kundenerfahrung mit den Mobilfunknetzen positiv bleibe, dürfe die Arbeit daran nie einschlafen, sagte Obermann. "Gerade in Mobilfunknetzen muss die Netzdichte ausgebaut werden, um dem wachsenden Verkehrsvolumen gerecht zu werden." Um die eigenen Kunden zu überzeugen, wird die Telekom in Zukunft darüber hinaus kostenlose Hotlines anbieten. Ab dem 15. März seien bei der Telekom alle Kunden-Hotlines zum Nulltarif zu erreichen. Das gelte auch für Prepaid-Kunden, kündigte Obermann an. "Ich bin mir sicher: unsere Wettbewerber werden in diesem Punkt schon bald nachziehen."

Eines der Hauptaugenmerke wird die Telekom in den kommenden Monaten auf eine neue Kooperation mit dem WLAN-Dienstleister Fon legen. Telekom-Kunden werden über speziell ausgestattete Router die Möglichkeit haben, nicht genutzte Kapazitäten ihres Breitband-Anschlusses für Fon-Mitglieder zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug erhalten sie kostenlosen Zugang zu Fon-Spots auf der ganzen Welt. Schon seit 2010 registriert die Telekom ein wachsendes Interesse an der Nutzung von WLAN-Hotspots. Wurde 2010 an den heute 12.200 Telekom-Hotspots ein Volumen von 600 Millionen Minuten registriert, waren es 2012 schon 2,1 Milliarden Minuten.

Als Breitband definiert Telekom-Chef Obermann im Übrigen alles, was bei 6 Megabit pro Sekunde beginne. "Ein oder zwei Megabit sind heute fast schon als Schneckentempo zu bezeichnen", sagte der zum Jahresende aus seinem Amt ausscheidende Manager. "Video ist das neue Voice", führte er mit Verweis auf Dienste wie Skype aus. Auch oder gerade deswegen sei eine moderne Breitband-Infrastruktur so wichtig. Bis 2016 sollen 86 Prozent der deutschen Bevölkerung das LTE-Netz der Telekom nutzen können – so viele wie heute auf das UMTS-Netz zugreifen können.

WLAN in ICE-Zügen wird ausgebaut

Festnetz-Chef Niek Jan van Damme pflichtete seinem Chef bei: "Das mobile Internet in Deutschland rockt!" Deswegen werde intensiv daran gearbeitet, zum Beispiel weitere Bahnhöfe und ICE-Züge mit WLAN-Hotspots auszustatten. Steht das mobile Breitbandnetz heute in 105 Bahnhöfen sowie auf rund 3.000 Schienenkilometern zur Verfügung, sollen es Ende 2014 schon 5.200 Kilometer in 255 ausgestatteten ICE sein.

Auch Internetzugänge im Flugzeug finden immer mehr begeisterte Nutzer. Schon heute arbeitet die Telekom in diesem Bereich mit namhaften Fluggesellschaften wie Lufthansa, American Airlines und Turkish Airlines zusammen. "Weitere Gespräche befinden sich in aussichtsreichen Verhandlungen", verriet van Damme auf dem Messegelände in Hannover. Darüber hinaus werde das vernetzte Auto Wirklichkeit. Künftig wolle die Telekom hier unter anderem eng mit BMW zusammenarbeiten.

30.000 Spotify-Kunden

Eine weitere Neuerung vom Messegelände: die Telekom konnte bisher rund 30.000 Kunden für die auf der IFA vergangenen Jahres gestartete Kooperation mit dem Musikstreaming-Dienstleister Spotify begeistern.

(Hayo Lücke)

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