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Telekom: Erste zehn Ortsnetze sind fit für Vectoring

Die Telekom spricht von einem Meilenstein für ihr "neues Netz": 77.000 Haushalte in zehn Ortsnetzen können ab sofort VDSL 50 buchen, ab der zweiten Hälfte 2014 geht es per Vectoring mit bis zu 100 Mbit/s ins Netz. Im kommenden Jahr sollen über 100 weitere Ortsnetze ausgebaut werden.

18.11.2013, 18:31 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Bislang war Vectoring lediglich Gegenstand von Diskussionen, nun hat die Deutsche Telekom die ersten zehn Ortsnetze fit für den Einsatz der neuen Technik gemacht. Der Bonner Konzern spricht vom Erreichen eines Meilensteins. Highspeed von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) an VDSL-Anschlüssen wird es mittels Vectoring aber erst in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres geben.

VDSL 50 für 77.000 Haushalte

In den Ortsnetzen Albstadt-Ebingen, Bad Nenndorf, Hennigsdorf, Hosenfeld, Kalbach, Kevelaer, Löhne, Lübbecke, Neuhof-Hauswurz und Prenzlau können Telekom-Kunden aber bereits ab sofort Internetzugänge mit VDSL-Speed von bis zu 50 Mbit/s im Download buchen. "Das sind die ersten knapp 77.000 Haushalte, die wir im Rahmen unserer Netz-Offensive anschließen", sagt Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer Technik Telekom Deutschland.

Und es soll nun Schlag auf Schlag weitergehen. "Die nächsten 45 Ortsnetze sind bereits terminiert und werden bis März 2014 schrittweise eingeschaltet. Dann profitieren bereits eine Million Haushalte von unserem Ausbau", so der Telekom-Manager weiter. Im kommenden Jahr soll der Ausbau beschleunigt werden, dann würden weit über 100 Ortsnetze mit mehr als drei Millionen Haushalten dazukommen.

500 Multifunktionsgehäuse errichtet

Im Rahmen des Ausbaus wurden in den zehn Ortsnetzen rund 500 Multifunktionsgehäuse neu errichtet und mit Glasfaser angebunden. Insgesamt hat die Telekom in den zehn Netzen knapp 300 Kilometer Glasfaser verlegt. Der Bonner Konzern verweist auf die erhebliche Verbesserung der VDSL-Reichweite. Lag sie in den Ortsnetzen teils nur bei etwa 15 Prozent der Haushalte, ist VDSL dort nun für über 90 Prozent der Haushalte verfügbar.

Verdoppelung der VDSL-Anschlüsse auf 24 Millionen bis Ende 2016

Ehrgeiziges Ziel: Bis Ende 2016 will die Telekom die Zahl ihrer VDSL-Anschlüsse von zwölf auf 24 Millionen verdoppeln. Die Download-Geschwindigkeit wird sich von 50 auf 100 Mbit/s erhöhen, der Upload steigt von 10 auf maximal 40 Mbit/s. Gerade beim Upload-Tempo sparen viele Provider heute noch, selbst die Kabelnetzbetreiber bieten hier maximal nur 6 Mbit/s.

Die Umsetzung des schnellen Internet per VDSL und Vectoring erfolgt in drei Schritten. Zunächst werden die Kupferkabelverbindungen zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Multifunktionsgehäuse am Straßenrand durch Glasfaserkabel ersetzt. Die Zahl der Multifunktionsgehäuse (MFG), die bis zu 800 Internetanschlüsse beherbergen, wird erhöht und diese entsprechend so verteilt, dass die Entfernung zwischen dem Kunden und dem MFG möglichst gering ist. Denn je näher der Kunde am Multifunktionsgehäuse wohnt, desto höher ist die nutzbare Internet-Geschwindigkeit. In einem dritten Schritt kommt dann auf der Kupferleitung zwischen MFG und Kunden schließlich die Vectoring-Technik zum Einsatz, elektromagnetische Störsignale werden beseitigt und der Downstream bzw. Upstream entsprechend beschleunigt. Informationen rund um den Ausbau des neuen Netzes hält die Telekom online unter www.telekom.de/schneller bereit.

(Jörg Schamberg)

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