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Telekom erhöht Investitionstempo - 930 Millionen Euro Gewinn im Jahr 2013

Das US-Geschäft macht der Deutschen Telekom wieder Freude: Nach der Fusion mit einem regionalen Mobilfunkanbieter entwickelt sich die US-Tochter zu einem Wachstumstreiber des Konzerns. Auch der Mobilfunk in Deutschland brummt.

06.03.2014, 11:38 Uhr (Quelle: DPA)
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Mit einem starken Mobilfunkgeschäft im Inland und zahlreichen Neukunden in den USA schwenkt die Deutsche Telekom wieder auf Wachstumskurs ein. Bei der Bilanzvorlage am Donnerstag in Bonn kündigte der neue Vorstandschef Tim Höttges weitere massive Investitionen an - vor allem in die Kundengewinnung in den USA und den Netzausbau. Im vergangenen Geschäftsjahr kletterte der Umsatz des Bonner Konzerns um 3,4 Prozent auf 60,13 Milliarden Euro. Unter dem Strich stand mit 930 Millionen Euro wieder ein Gewinn. Ein Jahr zuvor hatte die Telekom wegen hoher Abschreibungen auf die US-Mobilfunksparte noch hohe Verluste verkraften müssen.

Telekom will Nummer 1 in Europa werden

Die vorgelegten Bilanzzahlen seien eine Steilvorlage für 2014. "Wir haben einen guten Lauf gehabt", betonte Höttges. Auf dem Weg zum führenden Telekommunikationsanbieter in Europa befinde sich das Unternehmen in einer guten Ausgangslage. Die eingeschlagene Offensive bei den Investitionen ins Festnetz und den Mobilfunk werde die Telekom fortsetzen. Im vergangenen Jahr beliefen sie sich auf fast 9 Milliarden Euro, ohne die Ausgaben von 2,2 Milliarden Euro für neue Mobilfunkspektren. Höttges, der frühere Finanzchef des Unternehmens, hatte zum Jahresanfang den Posten des Vorstandsvorsitzenden von René Obermann übernommen.

Knapp 58 Prozent des 2013 erzielten Umsatzes wurden in Deutschland generiert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent auf 15,83 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte die Telekom nur geringfügig von 229.686 auf 228.596.

Die Telekom-Aktionäre, die sich seit einem Jahr wieder über allmählich steigende Kurse freuen dürfen, sollen eine unveränderte Dividende in Höhe von 50 Cent je Aktie erhalten. Ende 2012 hatte die Telekom wegen der geplanten massiven Erhöhung der Investitionen eine Kürzung der Ausschüttung um 0,20 Euro je Aktie für die Jahre 2013 und 2014 beschlossen.

Deutsches Mobilfunkgeschäft erfreut den Chef

Im Inland hat sich die Telekom von seinen Wettbewerbern weiter abgesetzt. Am Jahresende lag die Zahl der Mobilfunkkunden bei 38,6 Millionen, ein Plus von 5,6 Prozent. Als einziger Anbieter habe die Telekom in Deutschland Marktanteile bei den Serviceumsätzen hinzugewonnen. Auch mit dem Festnetzgeschäft zeigte sich Höttges zufrieden. Der negative Trend bei den Anschlüssen sei weiter abgeschwächt worden. Bei Glasfaseranschlüssen verzeichne das Unternehmen ein deutliches Wachstum.

(Hayo Lücke)

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