Kritik an "Breitband-Legenden"

Telekom: Deutschland steht gut da bei LTE- und Breitband-Abdeckung

Ist Deutschland bei der LTE-Versorgung ein Entwicklungsland und auch bei Breitband abgehängt? Die Telekom widerspricht solchen "modernen Legenden". Stattdessen sieht sich die Telekom gut aufgestellt bei der LTE-Abdeckung und beim Glasfaserausbau.

Highspeed© Dominic Ziegler / Fotolia.com

Bonn – Hinkt Deutschland sowohl bei der LTE-Versorgung als auch bei der Breitband-Verfügbarkeit anderen Ländern in Europa hinterher? Ganz im Gegenteil, so die Ansicht der Deutschen Telekom (www.telekom.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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), die am Donnerstag eine Pressemitteilung unter dem Titel "Fakten gegen Breitband-Legenden" veröffentlicht hat. Darin bezeichnet der Bonner Konzern beispielsweise die Zahlen einer aktuellen Mobilfunkstudie des britischen Unternehmens OpenSignal als "nicht belastbar". Die erhobene Datenlage sei dürftig, die Ergebnisse fragwürdig. Die Behauptung, dass Deutschland bei der LTE-Versorgung auf dem Stand eines Entwicklungslandes liege, sei eine "moderne Legende". Die Telekom wartet dagegen mit deutlich positiveren Zahlen auf.

LTE-Netz der Telekom soll 2019 Abdeckung von 98 Prozent erreichen

Die Telekom komme auf eine LTE-Abdeckung von 94 Prozent. Laut einer Studie von Akamai liege Deutschland demnach nach Großbritannien und Zypern im europäischen Vergleich auf Rang drei. Der Breitbandatlas der Bundesregierung weise eine LTE-Verfügbarkeit in Deutschland von rund 96 Prozent für die zweite Jahreshälfte 2017 aus. Das LTE-Netz der Telekom werde weiter ausgebaut. Die Zahl der auszubauenden Funkstandorte werde mittelfristig auf rund 2.000 Standorte jährlich erhöht, so dass bis 2019 eine LTE-Abdeckung von 98 Prozent erreicht werden könne.

Bei der Vorbereitung für die Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G sei die Telekom "voll im Zeitplan", 2020 könne es dann losgehen. Das Unternehmen verweist auf sein Engagement bei der 5G-Forschung, in Berlin seien beispielsweise bereits 5G-Antennen in Betrieb.

Telekom Mobilfunkabdeckung und Glasfasernetz Die Deutsche Telekom treibt den Ausbau ihres LTE- und Glasfasernetzes 2018 weiter voran.© Deutsche Telekom AG

Telekom will 80 Prozent der Haushalte bis Ende 2018 an das Glasfasernetz anschließen

Auch im Breitbandbereich sei Deutschland kein Entwicklungsland. Stattdessen habe Breitband hierzulande eine gute Position. Über 30 Millionen Haushalte, das sind rund 71 Prozent der Haushalte in Deutschland, seien Ende 2017 mit dem Glasfasernetz der Telekom verbunden gewesen. Bis Ende 2018 will die Telekom dann rund 33 Millionen Haushalte bzw. rund 80 Prozent der Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen haben. Rund 26 Millionen Haushalte sollen bis zum Ende dieses Jahres auf Download-Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s zugreifen können. Aktuell liegt deren Zahl bei 19 Millionen Haushalten. Wie kürzlich angekündigt würden dank Einführung von Supervectoring für 15 Millionen Haushalte noch 2018 Surfgeschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s ermöglicht.

Telekom: Verbauen fast ausschließlich Glasfaser bis zu Verteilerkästen oder per FTTH

Bandbreiten mit 30 Mbit/s gebe es bereits für über 80 Prozent der Haushalte in Deutschland. Damit liege die Bundesrepublik laut Zahlen der EU-Kommission "sogar vor Ländern, die vorrangig auf Glasfaser-Anschlüsse (FTTH) setzen". Die Telekom wehrt sich zudem gegen Vorwürfe, dass das Unternehmen immer noch auf alte Kupfertechnologie baue. Das Unternehmen verbaue fast ausschließlich Glasfaser bis zu den Verteilerkästen. Auch auf Basis von FTTH würden Glasfaserleitungen bis in die Haushalte verlegt. Im Landkreis Vorpommern-Rügen beispielsweise könnten bis Ende 2019 rund 40.000 Haushalte in 63 Kommunen mit bis zu 1 Gbit/s surfen. Es sei das größte Glasfaserausbauprojekt seiner Art in Deutschland.

Das Glasfasernetz der Telekom soll in diesem Jahr um 60.000 Kilometer auf insgesamt rund 520.000 Kilometer anwachsen. Damit liege man weit vor dem nächsten Wettbewerber, der lediglich auf ein Glasfasernetz von 60.000 Kilometer komme. Der Großteil des Zuwachses dürfte aber dem weiteren Ausbau von VDSL/Vectoring geschuldet sein. Reine FTTH-Glasfaseranschlüsse machen bei der Telekom nur einen kleinen Teil der Breitbandanschlüsse aus.

Das Fazit der Telekom: "Keiner treibt den Breitbandausbau so sehr voran wie die Telekom. Gut fünf Milliarden Euro investieren wir jährlich in Deutschland. Wir diskutieren nicht, wir bauen aus."

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