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Telekom darf 20.000 Telefonhäuschen abbauen

Monatlich werden in jedem Häuschen im Durchschnitt unter 125 Euro umgesetzt. Basistelefone sollen Ersatz bieten.

18.03.2006, 12:41 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Telekom darf weitere 20.000 unrentable Telefonhäuschen abbauen und durch "Billigtelefone" ersetzen. Das berichtet das Bielefelder "Westfalen-Blatt" vom Samstag. Die Bundesnetzagentur habe nach einem zweijährigen Pilotversuch das sogenannte Basistelefon als vollwertige öffentliche Fernsprecheinrichtung anerkannt, schreibt die Zeitung unter Berufung auf die Telekom und den Deutschen Städte- und Gemeindebund. Während des Versuchs waren bereits 15.000 extrem unwirtschaftliche Telefonzellen durch Basisgeräte ersetzt worden.
30.000 bis 35.000 Telefonzellen werden von der Telekom als unwirtschaftlich eingestuft, schreibt die Zeitung. Der Umsatz pro Monat liege hier unter 125 Euro, sagte Telekom-Sprecher Rüdiger Gräve dem "Westfalen-Blatt". Insgesamt gibt die Telekom den Bestand ihrer öffentlichen Fernsprecher mit 115.000 an.
Flächendeckende Versorgung
Vor zehn Jahren betrug der Bestand noch mehr als 160.000 Telefonzellen. Durch den weiteren Einsatz von Basistelefonen sei weiterhin eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit öffentlichen Telefonen gewährleistet, sagte der Post- und Telekommunikationsexperte des Städte- und Gemeindebundes, Ralph Sonnenschein, der Zeitung.
Die Basistelefone haben keinen Wetterschutz und keine Beleuchtung. Sie kosten gegenüber einer 7.500 Euro teuren Zelle lediglich 500 Euro. Telefonieren ist nur mit dem Zahlencode einer speziellen Telefonkarte oder Kreditkarte möglich. Ferner können R-Gespräche geführt werden, bei denen der Angerufene die Gesprächskosten übernimmt.

(Hayo Lücke)

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